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Herzlich und zu Herzen gehend - Entschleunigung für rasende Gedanken.
Wer sie einmal kennengelernt hat, kann sich dem Zauber ihrer Großstadtlyrik nicht mehr entziehen den melancholischen Gedichten mit dem Augenzwinkern, die so unmissverständlich gerade noch gefühlte Empfindungen in Worten lebendig werden lassen.
Mascha Kaléko, die von 1918 bis zu ihrer Emigration 1938 in Berlin lebte, hier neben einem engen Kontakt zur Avantgarde-Szene der Zeit ihre erste und ihre zweite große Liebe fand und das Treiben und Sein in dieser Stadt so trefflich beschrieb, findet auch heute 36 Jahre nach ihrem Tod 1975 immer wieder neue Fans und Zuhörer.
Anfang der 1990er Jahre entschloss sich Herbert Baumann, langjähriger musikalischer Leiter des Deutschen Theaters in Berlin, für die Witwe seines Freundes, des bekanntesten deutschen Gitarristen der Nachkriegszeit Siegfried Behrend eine Reihe dieser Gedichte zu vertonen. Einfache Melodien, begleitet nur von einer klassischen Gitarre: so entstanden musikalische Bilder, die Raum geben für Gefühl, das zwischen den Zeilen steht. Bilder, die in wenigen Momenten ganze Welten sichtbar werden lassen, untergegangene und zeitlos unvergängliche.
Alix Dudel, Diseuse und Schauspielerin aus Berlin (langjährig in Hannover) präsentiert mit warmem Ton und klarer Sprache, was Mascha Kaléko erdachte und in Worte fasste. Sebastian Albert (Hamburg), der Gitarrist an ihrer Seite, schafft die Klangräume und den Boden, auf dem die Worte zur Geltung kommen können.
Neben den Vertonungen von Herbert Baumann sind einige Gedichte mit feinen Improvisationen unterlegt. (Text: Presseinfo) |