Beschreibung/ Presseinfo: |
Bosco Delrey möchte keinesfalls mit Elvis verglichen werden, aus gutem Grund: "Elvis hat rund 500 Stücke veröffentlicht und keines davon selbst geschrieben. Ich habe über 500 geschrieben, allein 30 in dieser Woche." Auch zum Thema Stil hat der Herr exquisite Meinungen. Er hält es ein wenig wie der große Caravaggio, der sehr teure Kleidung gekauft und die so lange getragen habe, bis sie in Fetzen an ihm hing. Es stimmt einen schon positiv, dass ein junger amerikanischer Musiker den fantastischen Maler überhaupt kennt. Wenn dann seine Musik auch noch ein bisschen so ist wie Caravaggios Kleidung, passt das noch besser zusammen. Eine Menge Wurzeln, die dekonstruiert werden (wenn man das heute noch so sagen darf). Auf seiner Debütplatte "Everybody Wah" hört man Aufnahmen wie aus der Sun Studios-Ära, Southern Rap, Kirchenlieder, Dancehall, Lo-fi-Gitarren-Twang mit Popbeats und alte Synthesizer, die gemeinsam an einer Mauer aus verstörendem Dance-Grunge bauen. Dazu passt es, dass sich Delrey in seinen Videos an Klassiker des surrealistischen Films ebenso erinnert wie an TV-Shows der 70er- und 80er-Jahre, aber auch, dass der Herr schon mit Yeasayer und Grizzly Bear zusammengearbeitet hat und mit ähnlich gelagerten Bands wie Sleigh Bells und CSS auf Tour war. Produziert wurde das Ganze von Doug Easley, der auch schon die White Stripes, Sonic Youth, Pavement, Wilco oder Cat Power auf die musikalische Spur gesetzt hat. Wem das alles jetzt immer noch zu dunkel erscheint, sollte sich entweder auf den kalifornischen Radiosender KCRW verlassen: "Bosco Delrey is perfectly surreal pop beat troubadourism for modern America ... Hopeful, absurd, shambolic, catchy, and lean ... great for singing along while tearing your bills and job applications into party confetti!". Oder einfach die Konzerte dieses gesegneten, intellektuellen Rockers besuchen. (Text: Presseinfo) |