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Eines der intensivsten und berührendsten Musikerlebnisse kommt endlich wieder auf Tournee. "Officium" kehrt zurück, ein Konzert, das Kultstatus erreicht hat: Begeisterte Zuhörer, ausverkaufte Häuser, teilweise bis zu vier Zusatzkonzerte in einer Stadt. Stationen waren die schönsten Kirchen der Welt: Hamburger Michel, Dom zu Berlin, Ulmer Münster, St.Paul´s in London, Dom zu Siena, St.John The Divine in New York, Stephansdom Budapest, um nur einige zu nennen.
Was die vier Sänger des britischen Hilliard Ensembles zu Gehör bringen, ist so nah an der Perfektion, dass es schon eines so herausragenden Musikers wie des norwegischen Starsaxophonisten Jan Garbarek bedarf, um der Schönheit Ihres Gesangs eine fünfte Stimme zu schenken.
Mit "Officium" und "Mnemosyne" schufen Jan Garbarek und das Hilliard Ensemble unter der Ägide von ECM-Chef Manfred Eicher Werke, die gleichzeitig die Jazz-, Klassik- und Popcharts erklommen. Ihre Platten und Konzerte wurden zu Ereignissen, die die Zuhörer von Europa über Amerika bis nach Fernost genauso anrührten wie unzählige Musikkritiker, die ein völlig neuartiges Musikerlebnis beschrieben. Hier wurde nicht alter Musik ein aktuelles Glanzlicht aufgesetzt, wurde nicht schönes Altes aufgeschminkt. Hier entstand etwas Neues, etwas bis dato Ungehörtes von unglaublicher musikalischer Klarheit. Jan Garbarek durchwandert, durchfliegt als Improvisator die Räume, die die Hilliards mit ihren hinreißend gesungenen Vokalpartituren erschaffen. Er ist ein behutsamer, ehrfürchtiger, nie selbstvergessener Zeitgenosse, der den Gruftdeckel der Alten Musik lüftet und so ihre Schwingungen und die ihren Obertonreihen immanenten Kühnheiten bewusst macht.
In besonders magischen Momenten spielt sich Jan Garbareks Saxophon fast unmerklich in die oberen Linien des Countertenors David James hinein, um alle Grenzen zwischen Jazz und Klassik, dem Heiligen und dem Profanen, dem Altertum und der Neuzeit hinwegzufegen. Garbareks Saxophongesang kann sich wie ein breiter, unterirdischer Tonstrom bewegen, aus dem die Stimmen aufsteigen. Oder er tanzt zwischen den polyphonen, lebendig pulsierenden Fontänen der Stimmen.
Bei Jan Garbarek spürt man, dass der Anfang aller Musik der Gesang ist. Seine größte Aufmerksamkeit gilt schon immer der Melodie, der klaren Betonung der melodischen Linie, die er mit unvergleichlicher Intensität spielt. Genau hier trifft er auf die Stärken des Hilliard Ensembles. Sein strahlendes Saxophon und der polyphone Gesang verflechten sich zu einer glänzenden Einheit. Die fünf Musiker treffen ein imaginäres Zentrum in unserem Innern. Die Suche nach einem gemeinsamen Nenner von Jazz, Folklore und sakraler Musik findet ihr Ziel in Melodien, die, jenseits von Zeit und Raum, Seele und Tiefe haben. Das Ergebnis ist Klang von großer Leuchtkraft, reine Schönheit.
(Text: Presseinfo) |