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Künstlerinfo zur Tour: Kraan

 

Kraan

 

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Tour beendet

Tourdaten / Konzerte:
>> 09.07.2003 - 06.11.2010

 

Genres: Rock: Psychedelic (Jazz, Krautrock)

Herkunft: Deutschland

Kurzbeschreibung: Jazz-Rocker um Bass-Legende Hellmut Hattler

 

Band-URL: http://www.kraan.de

Songs:

http://myspace.com/kraankraan

Beschreibung/ Presseinfo:

40 Jahre KRAAN: Neues Album "DIAMONDS" Man könnte sicherlich tausend blumenreiche Worte für diese fabelhafte Band finden und würde dennoch möglicherweise Gefahr laufen, dem Thema nicht gerecht zu werden. Oder aber man formuliert es einfach ähnlich kurz und knapp wie eine norddeutsche Tageszeitung, die Kraan nach einem Konzert in ihrer Stadt quasi die künstlerische Absolution erteilte: "Meister ihres Fachs, Virtuosen an ihren Spielgeräten und als Team ein überaus homogenes Gebilde - die Kraaniche gelten zu Recht als Inbegriff des guten Geschmacks." Besser kann man die Musiker Hellmut Hattler (Bass), Peter Wolbrandt (Gitarre, Gesang) und Jan Fride (Schlagzeug) wohl nicht beschreiben. Dass diese Klassifizierung nicht nur für die zurückliegenden vierzig Jahre sondern uneingeschränkt auch auf ihr aktuelles Album Diamonds zutrifft, belegen elf fabelhafte neue Songs, die auf wunderbare Weise frisch, entspannt und gleichzeitig elektrisierend klingen. Diamonds ist Kraan pur! Ein audiophiler Hochgenuss mit echtem Suchtpotential! An dieser Tatsache hat sich auch durch die aktuelle Konstellation der Band nichts geändert (zum ersten Mal treten die drei Kraan Gründungsmitglieder ja ohne vierten Mann an!) "Unsere Songs stammten immer schon überwiegend von Hellmut und mir", erklärt Peter Wolbrandt, "insofern ist jetzt kein Bruch entstanden. Ich habe an meinen Ideen gebastelt, Hellmut an seinen, dann trafen wir uns in meinem Studio in Dortmund, um das Material zu sichten, zwischenzeitlich wurden uns von Jan ein paar Loops und Grooves aufgespielt, und das alles haben wir zu Kraan-Songs verarbeitet." So also arbeitet die Band anno 2010. Nicht grundlegend anders sind ihre Stücke auch in den frühen Siebzigern entstanden, als Kraan auf dem stillgelegten Weidegut Wintrup am Rande des Teutoburger Waldes das Leben einer musikalischen Kommune genossen und sich in erstaunlich kurzer Zeit zu eine der angesehensten deutschen Formationen entwickelten. "Kraan war von Anfang an ein Haufen exzentrischer Individualisten, der unschlagbar war, wenn es in eine gemeinsame Richtung ging", charakterisiert Hattler das Grundprinzip seiner Band. "In den konzertfreien Zeiten nannte ich unser Domizil Wintrup ´Deutschlands erstes selbstverwaltetes Irrenhaus`. Darin steckt ja absolut kein Hinweis auf diese erstaunliche Langlebigkeit, aber ich weiß es sehr zu schätzen dass wir es geschafft haben, uns über eine so lange Zeitspanne immer wieder zusammenzufinden und so geniale Sachen zu machen." Kraan sind ohne Zweifel eine der innovativsten und erfolgreichsten deutschen Formationen der zurückliegenden vierzig Jahre. Seit Beginn ihrer Karriere im Jahr 1970 verschrieb sich die Band einer spannenden Fusion aus Rock, Jazz und Ethno-Einflüssen und fügte ihrer Klangwelt später sogar US-Mainstream- und Soul-Elemente hinzu. Die bis heute 13 Studioalben begeisterten die Fans, vor allem auf der Bühne lief die Gruppe regelmäßig zu absoluter Höchstform auf. Unvergessen und als absolute Kultscheibe bei den Rockfans noch immer hoch im Kurs: Kraan Live, das nach drei erfolgreichen Studiowerken im Oktober 1974 im Berliner ´Quartier Latin` von Produzentenlegende Conny Plank mitgeschnitten wurde und zu den herausragenden deutschen Jazzrock-Alben aller Zeiten zählt. Es folgten Klassewerke wie beispielsweise Let It Out, das der ´Musikexpress’ im November 1975 mit den Worten charakterisierte: "Lange Kollektiv-Improvisationen zwischen Jazz, Rock und Blues werden mit spielerischer Leichtigkeit für ein paar Takte von arrangierten Teilen unterbrochen. Da zeigt sich echtes Können und die Kraan-Leute verwirklichen ihre ausgefallenen musikalischen Ideen mit derart viel Einfühlungsvermögen und Präzision, als wollten sie augenzwinkernd an den Genius eines Frank Zappa erinnern." Und sogar das Einsetzen der Neuen Deutschen Welle Anfang der Achtziger überlebten Kraan als eine der wenigen deutschen Bands der Siebziger nahezu unbeschadet. Hattler: "Einige Bands waren große Kraan-Fans und von dem, was wir auf Flyday machten, vor allem von Peters Arpeggio-Gitarrenstil, beeindruckt, und ließen diese Elemente auch in ihre Musik einfließen. Nachtfahrt dagegen war unsererseits durch die NDW bestimmt, eine ironische Auseinandersetzung mit der damaligen Musikszene." Nach weiteren starken Veröffentlichungen schloss das erste Kapitel der Kraan-Historie mit einem Auftritt 1992 auf der ´Dokumenta` in Kassel. "Das Ende war nicht geplant, aber wenn das Terrain abgegrast ist, muss man entweder Pause machen oder etwas anderes probieren." Hattler setzte seine Karriere anschließend erfolgreich in der Formation Tab Two fort, Wolbrandt widmete sich seiner Karriere als Graphiker und Web-Designer. Anlässlich ihres dreißigjährigen Kraan-Jubiläums reformierte sich die Band im Frühjahr 2000 in Originalbesetzung, spielte eine überaus erfolgreiche Deutschlandtournee und veröffentlichte Ende Juni 2003 ihr Comeback-Album Through, vier Jahre später das nicht minder hörenswerte Psychedelic Man. Auf beiden Werken schafft es die Band, alte Tugenden zu bedienen und gleichzeitig Neues zu transportieren. Genau diese Stärke kann man nun erneut Diamonds attestieren. Auch heute sind Kraan noch immer das Paradebeispiel für schier unversiegbare Kreativität und grandiose Musikalität. Beispiele gefällig? Der packende Song ´Club 20` etwa, laut Hattler eine "Reminiszenz an die absolute Anfangszeit der Band in Ulm, als es einen Raum gleichen Namens gab, in dem zwischen den Konzerttagen freie Sessions bis zum Umfallen liefen. Der Titel ´Club 20` entwickelte sich auch erst richtig beim Jammen, deswegen funktioniert er vermutlich auch live so gut". Oder ´Diamonds`, eine typische Kraan-Mischung aus Soul und Gitarrenrock mit einem Text, den Peter Wolbrandt bereits vor Jahren von Hattler ausgehändigt bekam. Dass der Text zwischenzeitlich im Hattler-Song ´Not What You Think` ein kleiner Hit geworden war, hatte Wolbrandt nicht mitbekommen: "Ist aber auch nicht tragisch, immerhin spielt der Text bei Kraan ja traditionell keine allzu große Rolle, denn der Schwerpunkt liegt, wie bei uns eigentlich immer, auf der instrumentalen Ebene." Ebenfalls eine Erwähnung wert: das Stück ´Soul`, bei dem sich Hattler- und Wolbrandt-Riffs in einem geschickt arrangierten Studiogemisch zu einem im Verlauf zunehmend hypnotisch rotierenden Melasse-Gebräu mit absoluter Sucht- und Sogwirkung ergänzen. Tipp: einfach hören und genießen! Übrigens stammt das aktuelle Cover-Artwork auch diesmal wieder aus der Feder von Peter Wolbrandt; in diesem Fall eine Collage aus Dortmunder- und New Yorker-Impressionen mit einem kleinen Querverweise an die 2007er Veröffentlichung Psychedelic Man. Dazu passend: Der gelungene musikalische Spagat zwischen Tradition und Moderne, der Diamonds unüberhörbar auszeichnet und der nicht zuletzt auf die gestiegenen künstlerischen Freiheiten der neuen Trio-Konstellation zurückzuführen ist. Hattler: "Die Arbeit zu dritt vereinfacht die Umsetzung komplizierterer Sachen, anders gesagt: Spontane Einfälle haben so eine wesentlich größere Chance zu gelingen." Man hört es in jeder Sekunde. (Text: Presseinfo)

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