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Künstlerinfo zur Tour: Mouse On Mars

 

Mouse On Mars

 

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Redaktionstipp!

Tourdaten / Konzerte:
>> 30.06.2012 - 13.07.2012

 

Genres: Elektro: Techno (Pop, Indie Rock)

Herkunft: Deutschland, Köln

Kurzbeschreibung: Vielschichtiger Elektro-Sound von Jan Werner und Andi Thoma: "Mouse On Mars tracks are lush mini adventures or sound movies in multiple dimensions" (Rob Young, Wire)

 

Band-URL: http://www.mouseonmars.com

Beschreibung/ Presseinfo:

1992 liefen sich der Düsseldorfer Andi Toma und der Kölner Jan St.Werner erstmals bei einem Kölner Death-Metal-Konzert über den Weg. Wenige Monate später hatten die beiden, die ihr gemeinsames Projekt 'Mouse On Mars' tauften und sich dafür einer geheimnisvollen Methode namens ‘fantastische Analyse’ verschrieben, in ihrem selbstgebauten Düsseldorfer St.Martin Tonstudio ihre ersten Stücke aufgenommen. Das Londoner Label Too Pure zeigte sich begeistert und brachte die EP "Frosch" 1994 auf den Markt. In Deutschland sprach die Kritik, in Großbritannien auch noch das Publikum drauf an: das Debüt kletterte in die Top 3 der englischen Indie-Charts. Im gleichen Jahr erschien dann das erste Album "Vulvaland". Mouse On Mars galten zunächst als Drum ‘n' Bass-Act, provozierten die Presse aber bald zu zahlreichen struppigen Wortkreationen auf der Suche nach einer nicht klemmenden Schublade: Future Grind? Kraut Dub? Epileptic Listening? Doom House? Lympho Zoid? 1995 plazierte der Melody Maker in seiner Eigenschaft als Staatszanzeiger von GB-Indieland das zweite Album “Iaora Tahiti” in den Top20. Schublade No. 985, "Post-Techno", war geboren.
Zwei Jahre später avancierte die Single "Cache coeur naif" mit den Stimmen von Laetitia Sadier und Mary Hanson (Heimatband: Stereolab) zum europaweiten Clubhit, nachdem Toma/Werner zuvor schon für die ideell, aber nicht unbedingt musikalisch verwandten Pop-Historizisten von Stereolab auch als Producer gearbeitet hatten. Mit der 12" "Saturday Night Worldcup Fieber" wurde ein zweiter Clubhit nachgelegt, dann begann im Studio eine neue extensive Versuchsreihe. Im Jahr 1997 lagen die Ergebnisse in Form des dritten Albums "Autoditacker" vor. Zugleich markierte die Veröffentlichung der Compilation "Instrumentals" die Gründung des eigenen Labels Sonig. Dort erscheinen seither nicht nur alle Mouse On Mars-Platten, sondern auch die Produktionen von Acts wie Lithops, Vert und F.X.Randomiz, Microstoria, Scratch Pet Land sowie demnächst auch Workshop.
Mouse On Mars sind freilich keineswegs reine Studio Einsiedlerkrebse. Mit Samplern, Synthesizern, Computern, selbstgebauten Effektgeräten, nagelneuen digitalen und uralten analogen Klangerzeugern suchte man von Anfang an die Bühnen der Welt heim, schmiß noch ein paar aus Funk, Fernsehen und Musikunterricht bekannte Instrumente wie Gitarre, Bass, Blasinstrumente, Arschbombe und ein Schlagzeug dazu und stiftete mit alldem eine Menge Verwirrung und Radau (der verdiente Schlagzeuger Dodo Nkishi hat das meiste davon miterlebt und kann ein Lied davon singen, was er auf "Idiology" daher erstmals auch tut). Einer ersten England-Tour 1994 folgten Konzerte in ganz Europa: Deutschland, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien, Dänemark, Irland, Türkei, Polen u.v.a. Ab 1997 tourte das Trio regelmäßig durch Japan und die USA und spielte dort vor ausverkauften Häusern. Um noch mehr fordernde Live-Termine bewältigen zu können, entwickelten Toma und Werner ihre spezielle Variante des 2-Mann-Elektronik-Live-Sets. So kann die Briefkastenfirma Mouse On Mars bequem in ein paar Koffer verpackt werden und die Clubs dieser Erde zerstäuben.
1998 fragte der amerikanische Regisseur Josh Evans an, ob Mouse On Mars sich nicht mal an einer Soundtrackarbeit versuchen wollten. Toma/Werner übernahmen den Job und brachten die Musik, die dabei herauskam, direkt unter dem Namen "Glam" als Vinyl-Album auf Sonig heraus. Seitdem arbeiten die beiden auch regelmäßig an Radiostücken für den WDR, komponieren ab und an einen Soundtrack für Arte und erstellen aufwendige Remixe für andere Bands.
Mit dem '99er Album "Niun Niggung" gelang Mouse On Mars erstmals der Sprung in die Top100 der Media Control-Charts. Spätestens jetzt war auch in Deutschland die Aufmerksamkeitshürde genommen. Das Video, das die Regisseurin Rosa Barba für die Single-Auskopplung "Distroia" drehte, wurde bei der VIVA-COMET-Verleihung unter anderen als bestes Video National nominiert und zirkuliert seitdem auf den Kurzfilmfestivals dieser Erde. Das Album “Niun Niggung” wurde im renommierten englischen Musikmagazin “The Wire” zum Album des Jahres gewählt.
Dass die Musik von Mouse On Mars im gleichen Jahr auf dem Linzer Ars Electronica-Festival einen Preis erhielt, spricht einmal mehr für die genreübergreifende Faszination ihrer Produktionen, in denen Pop, Club, A-Musik und im akademischen Sinne neumusikalische Konzepte scheinbar mühelos zusammenfließen. Eben genau dafür bekamen die beiden Aktivisten dann auch noch den ersten deutschen Radio Award, die 'Eins Live Krone für Innovation'. Seit 1999 teilen sich Andi Toma und Jan St. Werner darüber hinaus eine Dozentenstelle für experimentelle Musik an der FH in Aachen, Fachbereich Design und visuelle Kommunikation.
Dass die Musik von Mouse On Mars eher ein 'work in progress' ist als etwas, das Abgeschlossenheit anstrebt, zeigte sich auch im Jahr 2000, als die Band in Japan und in den USA eine völlig überarbeitete Fassung ihres Albums "Niun Niggung" herausbrachte. Zusätzliche Stücke, eine neue Reihenfolge und verbesserte Mixe machten die Japan/US Version zum ersten Update-Album der Musikgeschichte. Das amerikanische SPIN-Magazine wählte die CD unter die 20 besten Alben des Jahres und die US Collegecharts spielten sie rauf und runter. Im Anschluss an eine Japan- und Amerika-Tour kehrte die Band wieder ins Studio zurück und begann mit den Aufnahmen für ihren neuen Longplayer "Idiology". Umringt von Violine, Bratsche, Cello, Klarinette, Bassklarinette, Waldhorn, Trompete, Flügel und dem zum Teil erheblich modifizierten Maschinenpark des St. Martin Tonstudios stemmte man sich erneut dem Erwartbaren entgegen: Schlagzeuger Dodo Nkishi singt (s.o.), House-Ikone Matthew Herbert spielt Klavier, Vert und F.X.Randomiz programmieren, der Geiger Matty Arouse denkt laut über das uralte philosophische Problem des Einen nach und das einzigartige Kölner Multitalent Harald "Sack" Ziegler ist mit Waldhorn, Trompete und Arrangements auch wieder deutlich zu hören.
Mit "Idiology" im Gepäck gehen Mouse On Mars natürlich auch in diesem Jahr wieder auf Tour. Quer durch Europa, nach Japan, in die USA und nach Kanada. Darüber hinaus stehen Argentinien, Uruguay, Brasilien, Mexiko, Südafrika und der Libanon auf dem Programm. Und wer weiß, vielleicht spielen sie demnächst auch in deinem Schädel?
Botho Handke
(Text: Presseinfo)

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Label: Sonig  [Website]

 

 

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