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Speech Debelle aus Südlondon macht seit fünf Jahren Musik. "Speech Therapy" ist ihr erstes Album, und es sieht ganz danach aus, als ob dieses Album europaweit Furore macht, denn mit "Speech Therapy" gelingt der Britin ein aufregendes und einzigartiges Album zwischen HipHop, Soul, Jazz und Pop. HipHop aus England klingt immer anders als HipHop aus Amerika. Das war schon Ende der 80er so, als mit Derek B. und Gunshot die ersten Brit-Hopper auch bei uns von sich reden machten. Und das war so, als die So Solid-Crew oder Roots Manuva in den letzten zehn Jahren den Reggae in ihren Sound einfließen ließen, oder die Streets und andere weiße Rapper Punk und Rock verwendeten. Auch ein originär britischer Style wie Dubstep macht deutlich, daß der jamaikanisch-westindische Einfluß typisch für Brit-Hop, für HipHop aus dem Melting-Pot London ist. Und nun also Speech Debelle. In ihren oft von Akustik-Gitarren untermalten Songs geht es um Probleme in der Nachbarschaft, um abwesende Väter, alleinerziehende Mütter und um untreue Liebhaber. Dem Feuilleton der "Berliner Zeitung", einem der wichtigsten Pop-Feuilletons der Republik, war "Speech Therapy" fast eine Seite wert: "Zur Abwechslung rettet in diesem Sommer eine junge Britin den HipHop. Speech Debelle heißt die Londonerin, der mit ihrem Debütalbum ein gleichermaßen kühner wie charmanter Renovierungsansatz gelungen ist", schreibt Markus Schneider. "Vom Sound her betrachtet kann man sich fragen, warum eigentlich noch niemand auf Debelles Idee gekommen ist, jenen beinahe ganz aufgerissenen Faden der 90er wieder aufzugreifen, den man mit souveräner Eleganz und doch auch geradezu lehrbuchhaft in der tollen Single The Key dargestellt findet. Musikalisch wirkt er durch einen allerleichtest federnden Swing von akustischem Bass und weichen Drums, der mit herzerwärmenden Klarinettenminiaturen ausgeschmückt wird, die mit einem Hauch Afrobeat nach den besseren Momenten von Branford Marsalis' Jazzprojekt Buckshot Lefonque oder wie ein spätes Stück Pharaoh Sanders' klingen. Inhaltlich findet sie den Schlüssel im "Overstanding" - wie sie durch eine der griffigen Begriffsverbesserungen des jamaikanischen Patois das korrekte, aber repressive "Understanding" ersetzt. Das malt sie mit heller Stimme aus, die im Lauf des Albums mal enorm dringend, mal eher gelassen und hier vor allem straßensmart wirkt, erzählt zunächst von einer etwas zu cleveren Freundin und kommt von dort zu den konformistischen Zwängen der Gesellschaft." (Berliner Zeitung) Was die Rhythmen angeht, zeigt sich Speech Debelle gewissermaßen auf der Höhe des britischen Clubwesens - mal kommt er als leichtfüßiger HipHop daher, mal flirtet sie mit den typischen beschleunigten Breakbeats der Neo-Drum&Bass-Szene. Ihre Geschichten webt Speech Debelle "in meist sanfte, melancholische Texturen, die, auch wenn sie mal Tempo und Dichte aufnehmen, immer einen gelassenen Eindruck hinterlassen. (?) aber es wirkt immer selbstbewusst wie die musikalische Geste, mit der sie diese unerwartete Variante in die Diskussion um das derzeit meist begähnte HipHop-Genre wirft, die gedimmten Orgelsounds und plinkernd-verspielten Gitarren, die schlaffen Rhythmen voll Streicherschlieren, bekifften E-Pianos und schleppend-klackernden HipHop-Beats. (?) Momente, die man so intim und offen zuletzt bei Lauryn Hill gehört hat." (Markus Schneider, Berliner Zeitung) Natürlich spielt Speech Debelle mit einer Band - it's all live! No backing tape! Und im Sommer ist die Künstlerin bereits auf etlichen wichtigen Festivals präsent, von Glastonbury (gleich drei Tage hintereinander!) über Bestival/Isle of Whight und Soundwave/Kroatien bis hin zu Point Ephemere/Paris. Und nun endlich auch in Deutschland. (Text: Presseinfo) |