Beschreibung/ Presseinfo: |
Es gab wirklich gute Gründe Evan Dando zu hassen. Mein Gott, der Typ sah einfach zu gut aus. Und hatte dann auch noch diese enorm erfolgreiche Band da drüben in den Staaten, The Lemonheads. Mit denen machte er große Musik und covert ausgerechnet den Simon/Garfunkel-Hit "Mrs Robinson". Mehr Sexappeal geht doch gar nicht mehr. Während wir selbst spätpubertierend auf der anderen Seite des Atlantik auf dem Bett saßen, keineswegs Gitarre spielen konnten, keine Band hatten, keine Musik, kein Aussehen, nichts. Aber Akne. Mein Gott es gab wirklich gute Gründe Evan Dando zu beneiden und zu hassen. Es gibt aber auch gute Gründe, ihn zu lieben. Etliche sind oben schon aufgeführt worden. Dazu kommt der frühe Hardcore-Krach, die Energie der 18-Jährigen, die sich alleine gegen das gediegene Bostoner Establishment stemmen wollten. Und natürlich die ewig klassische Platte "It's A Shame About Ray" mit dem oben erwähnten Hit. Das war Alternative Rock mit Herz, Hand und Hirn, das war es was man hören wollte, das war der Indie-Strom, auf dem man einfach mitsurfen musste. 1992 stand unter dem Zeichen der Lemonheads. Inzwischen hat die Band noch etliche weitere große Platten aufgenommen, sich getrennt und wiedervereinigt - wenn man bei den ewigen Besetzungswechseln überhaupt von einer einzigen Band sprechen kann. Die Konstante war immer Evan Dando, sein Gesang und seine Gitarre. Auch wenn er zwischendurch kaum noch sprechen konnte, so sehr hatte der Crack-Genuss seine Stimme ruiniert: Der Mann ist immer wieder aufgestanden und hat, wenn man der gut informierten Musikplattform laut.de glauben darf, "die Indie Rock-Hitformel nach wie vor gefressen". Es gibt wirklich gute Gründe, Dando und seine Zitronenköpfe zu lieben. Am 1. Mai 2012 lassen wir noch einmal eine späte Jugend Revue passieren, wenn Evan Dando und seine Lemonheads im Hamburger Uebel & Gefährlich noch einmal die komplette "It's A Shame About Ray" und weitere Hits spielen werden. (Text: Presseinfo) |