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Künstlerinfo zur Tour: Jens Friebe

 

Jens Friebe

 

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Redaktionstipp!

Tour beendet

Tourdaten / Konzerte:
>> 11.01.2019 - 25.01.2019

 

Genres: Pop: Indie Pop

Herkunft: Deutschland

Kurzbeschreibung: Jens Friebe hat es wieder getan!

 

Band-URL: http://www.jens-friebe.de/

Beschreibung/ Presseinfo:

Jens Friebe hat es wieder getan! Er hat sich schon wieder einen unschlagbaren Album-Titel ausgedacht. Nach dem famosen "Das mit dem Auto ist egal, Hauptsache dir ist nichts passiert" und dem nicht weniger fantastischen "Nackte Angst zieh dich an wir gehen aus" folgt nun knapp und zeitlos präzise: "Fuck Penetration"! Wie der Titel andeutet, ist Jens Friebes sechstes Album sein britischstes geworden. Mehr als die Hälfte seiner Texte sind in englischer Sprache verfasst.Im Zeitalter von Regionalwahn, Deutschpop und Brexit sicher eine gute Idee, wieder verstärkt in der Muttersprache des Pop zu singen. Auf dem kongenialen Cover  gestaltet von Stefan Papst von der Gruppe Ja, Panik  sehen wir eine Kupferstichcollage mit dem Motiv der Moskauer Universität.Im Hof eine penible Gartenanlage, eine imperiale Schiffsflotte und up in the sky: ein imposantes Feuerwerk. Beinahe erotisch. Ja, zu was der Mensch nicht alles in der Lage ist, wenn er die Energie seiner niedersten Triebe in etwas Sinnvolles steckt. In die Kunst zum Beispiel. Jens Friebe gilt ja vor allem als dieses wortwitzige Mysterium, das zwischen Pop- und E-Musik, den großen und den kleinen Gesten und den Club- und Theaterbühnen so gekonnt changiert wie zwischen den Geschlechterrollen. Allerdings darf das nicht verwechselt werden mit einer pseudopostmodernen Haltungsverweigerung. Friebe ist kein Nihilist, sondern ein Humanist, der durchaus an die Power der Diva glaubt. Sie oder er hält den Laden schließlich am Laufen! "Fuck Penetration" will was!! Das wird, vom titelgebenden fröhlichen Aufschrei gegen Phallokratie und Phantasielosigkeit abgesehen, wohl am deutlichsten beim Song "Charity/Therapy", in dem eine so naive wie tiefe Frage gestellt wird: Was wäre, wenn "das seltsame Wesen", das der Mensch ist, sein Wissen für sein Glück einsetzen würde, statt zur Vernichtung der Konkurrenz und der Welt?Die Antwort ist der Refrain: "We wouldn't need Charity / And we wouldn't need therapy". Was in den Song-Strophen noch in eine surreale Bildwelt gehüllt ist, tritt im klimatischen Mittelteil gleichzeitig lakonisch und kämpferisch zutage: "Es ist schön, den Armen was abzugeben / Es ist schön, den Traurigen zuzuhören /Am Schönsten wär' was jedes Leben / traurig und arm macht zu zerstören". Aber auch ein Song wie "Worthless", der die scheinbar intimste Tragödie scheiternder Liebe betrauert, stellt überraschende Verbindungen her zwischen der kleinen privaten Krise und der großen allgemeinen, zwischen Tauschwert und Selbstwert, wenn es heißt: "When money is afraid of being worthless, it becomes a house or a piece of art / When you are afraid of being worthless, you tear out my heart..."Dieses Album zeigt den Menschen in seiner ganzen merkwürdigen Gestalt: Zum Größten und Schönsten bewundernswert fähig, aus bekannten wie unerklärlichen Gründen aber immer irgendwie gekränkt und allzeit bereit, seine Mitmenschen zu demütigen. Eine Herrschaft in ewiger Unzufriedenheit, mal in "hasserfülltem Glück", mal gefangen im Trugschluss: "Only because you'are jealous, doesn't mean your in love".Aber so lange sich jeder, der sich wie ein Stranger in dieser fremden Welt fühlt, abends in einen "Special People Club" gehen kann, um dort auf andere Fremde zu treffen, drehen wir den Beat gerne lauter. Der Songtitel spielt auf den Film "Welcome to the Dollhouse" von Todd Solondz an, in dem die nerdige Außenseiterin Dawn Wiener einen solchen "Special People Club" gründet, bloß um im Laufe des Films festzustellen, dass "Special People" eine Umschreibung für behinderte Menschen ist.Von komischen, unfreiwilligen Verwechslungen zum langweiligsten Gender-Objekt der Welt: Dem weißen, heterosexuellen Mann. Friebe kuratierte 2015 im Berliner Theater HAU die Veranstaltung "Männlich, weiß, heterosexuell" und führte dort zum ersten Mal die Nummer "Queer" auf. Ein kurzer, knackiger Konstatier-Boogie für all jene männlichen, weißen, heterosexuellen Geschlechtsgenossen, die als sture Alphatiere die kunterbunte Queerness für sich entdeckt haben, ohne auch nur einen Millimeter von ihren alten Gewohnheiten abzurücken: "Ich schau Fußball und trink Bier, ich schlaf nur mit Frauen  call me queer!" Alles gleichzeitig zu sein  "und das Gegenteil davon", das kriegen nicht mal die Härtesten hin.Umso diebischer die Freude, wenn Friebe dann zusammen mit seinem alten Wegbegleiter Linus Volkmann - von dem auch ein Großteil des Songtextes stammt - im Lied "Es leben die Drogen" all die chemischen Stoffe besingt, die den Hormonhaushalt des Mannes wirklich durcheinanderbringen. Eine Hymne auf das Kaputte und all die Risiken und Nebenwirkungen, vor denen kein Werbespot jemals gewarnt hat. (Text: Presseinfo)

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