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Gesehen! Glacier / 11.11.06, Hamburg, Uebel & Gefährlich - Präsentiert von POP FRONTAL

Glacier Exzess

Text / Live-Fotos: Michael Kellenbenz     

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Es geht nach oben. Steil! Das so einfach wie klarsichtig. Aufwärts im Fahrstuhl des Hamburger Uebel & Gefährlich. Ähnlich wie in der Gondel von Glaciers fulminanten Album "A Sunny Place for Shady People". Glacier kommen, um Landschaften zu b(esch)auen. Bewegung bleibt dabei allerdings angenehm marginale Nebensache.

Glacier

Es ist viel los auf Hamburgs Bühnen an diesem Abend. Wer sich zur selbst ernannten Musikermafia zählt, die ja bekanntlich überall ihre Aufwartung macht, hat es schwer mit der Koordination. Nur ein Auszug aus dem knallvollen Abendprogramm, wenn wir an dieser Stelle erwähnen, dass nicht weit entfernt auch Marfa oder Mike Pattons Peeping Tom neben den lokalen Helden Glacier um die Gunst der Gäste buhlen. So bleibt die Resonanz zufriedenstellend, das Haus ist locker gefüllt. Was dem Konzerterlebnis in diesem Fall mal sehr zuträglich ist.

Aus einem langen Intro schälen sich bald die Konturen der Instrumente heraus. Klarer Klang wie aus einem Gebirgsbach vermischt sich mit einer, in dunkles Licht getauchten Bühne. "Looking for Annihilation" steht auf rotem Plastik geschrieben. Rechts und links erstrecken sich Soundtürme bis unter das hohe Klubdach. Kann man zwinkernd unter "Lattenmessen" verbuchen, sorgt aber nichtsdestoweniger für lupenreinen Klang. Um diesen Gesamteindruck zu untermauern, belässt Sänger Rick McPhail es bei nur wenigen Worten während des Konzertes.

 

 

Das Albumkonzept wird ziemlich 1:1 übernommen. Die Gesichter der Bandmitglieder tauchen währenddessen immer wieder in Schattenspielen unter. Viele im Publikum bemerken das gar nicht, denn der Anteil an geschlossenen Augen bleibt konstant hoch. Zwischen den Stücken ist manchmal ein Funke Nervosität zu spüren, aber schließlich feiert die Show in dieser Form heute ja auch Premiere. Zu allem Überfluss wird kurz vor Beginn Schlagzeuger Benny Ruess auch noch in einen Autounfall verwickelt. Zitternde Finger also inklusive. Glacier finden in der Live-Umsetzung ihrer Ideen dann aber schnell ihre eigene zurückgenommene Identität zwischen den exzessiven Bildern ihrer offenbaren Vorbilder. Vier Buben "Pink" und das Mädchen "Floyd", die eine gemeinsame musikalische Wohngemeinschaft bewirtschaften. Auf der dunklen Seite des Mondes, aber mitnichten der Welt abgewandt. In Schönheit! Gute Weiterreise!

 

Links:

>> Künstlerinfo / Tourdaten Glacier bei POP FRONTAL

>> CD-Rezension (06.11.06): A Sunny Place For Shady People

>> Homepage Glacier

>> Glacier: A Sunny Place For Shady People - Reinhören und Kaufen bei amazon.de

 

 

Glacier

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Glacier @ Uebel & Gefährlich

 

Glacier: A Sunny Place For Shady People

Glacier: A Sunny Place For Shady People

(Staatsakt / Indigo)

 

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