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Erzählt mal ein wenig zur Entstehungsgeschichte der Band! War das eher als
Hobby gedacht?
Odgens: Wir haben mit der Musik 1997 zusammen angefangen und ab 1998 unsere ersten eigenen
Songs geschrieben. 1999 hatten wir dann unseren ersten Auftritt im Hamburger Logo
bei einem Bandwettbewerb, den wir gewonnen haben. Ab diesem Zeitpunkt hat uns
das Ganze natürlich noch mehr gereizt, weil nun absehbar war, dass wir professionell
Musik machen wollten. Das wollten wir schon immer, aber solche kleinen Erfolge
bringen dann doch etwas Schub.
Und wie ging’s dann weiter? Immerhin hat es ne ganze Weile gedauert, bis
Ihr nun euer Debütalbum am Start hattet!
Odgens: Wir hatten bereits nach dem Gewinn des Bandwettbewerbs die Möglichkeit, einen
Plattenvertrag zu unterschreiben. Das war bei den Leuten, die z.B. 4Lyn produzieren.
Uns war das aber irgendwie suspekt, und wir haben uns dagegen entschieden. Danach
haben wir immer mal wieder in Hamburg und Umgebung live gespielt, aber eben nicht
genug, wie wir heute wissen. Wir dachten, der Erfolg käme schon von selbst.
Unser Demo war halt nicht sonderlich gut, und deshalb ging es nicht voran. Dann
haben wir uns irgendwann gesagt, dass wir die erste Platte dann eben selbst rausbringen
müssen. Wir sind mit vier Songs ins Studio gegangen und haben dann unter
diesem Druck sehr produktiv gearbeitet. Und zunächst war das Ganze komplett
selbstfinanziert.
Wie kam dann doch noch der Kontakt zum Label Firestation Records zustande?
Odgens: Wir waren mit einem Song auf der Compilation "High Fidelity – Verliebt
in London" vertreten und uns ist aufgefallen, dass einige Bands dort bei
Firestation unter Vertrag waren. Dann haben wir denen einfach mal unser Material
geschickt, und die waren gleich ziemlich begeistert. Nun kommt die Platte also
auf Firestation heraus, und wir sind sehr glücklich damit.
Wie war die Arbeit im Studio? Wie entstehen die Songs bei Euch?
Odgens: Wie bereits gesagt, hatten wir zu Beginn nur vier Songs fertig und standen etwas
unter Druck. Trotzdem ging es im Studio sehr familiär und entspannt freundschaftlich
zu. Ohne unseren Produzenten hätten wir das auch kaum so hingekriegt. Die
Songs entstehen meist zusammen. Irgendwer hat eine Idee, und wenn sie den anderen
gut erscheint, feilt man gemeinsam daran herum. Unser letzter Song, der es schon
nicht mehr auf die Platte geschafft hat, ist genau so im Proberaum entstanden.
Plant Ihr eigentlich dann fürs nächste Jahr eine längere Tour zum
Album? Ihr spielt ja jetzt nur noch wenige Termine.
Odgens: Wir planen erstmal eine Support-Tour, aber das ist noch nicht sicher, deshalb
kann man da noch nichts zu sagen. Aber generell ist natürlich auch eine längere,
eigene Tour geplant. Aber das hängt von verschiedenen Faktoren ab.
Hat das Livespielen eigentlich etwas Besonderes, war das auch das Ziel, als Band
in erster Linie live aufzutreten, anstatt im Studio rumzutüfteln?
Odgens: Ich finde man kann das nicht vergleichen. Wir haben ja mit Livespielen angefangen,
und das ist auch genau unser Ding, aber ich muss sagen, das Tüfteln im Studio
hat uns auch total fasziniert. Wir hätten jetzt schon Lust, uns ans zweite
Album zu machen. Das liegt vielleicht auch daran, das wir nun in unserem Set erst
elf Songs haben, und wir spielen ungern die ganz alten Sachen. Also Repertoire
erweitern. Aber zunächst spielen wir lieber vierzig tolle Minuten als sechzig
langweilige, die man mit alten Songs auffüllt! Das macht schon Spaß
genug, und die Reaktionen des Publikums, besonders hier im Bastard, wo wir im
Frühjahr schonmal gespielt haben, waren ziemlich klasse.
Und was sind die weiteren Ziele?
Odgens: Eine gescheite Bookinagentur finden und dann spielen, spielen, spielen!
Das sollte angesichts Eurer Qualitäten ja kein Problem sein! Viel Glück
und viel Spaß bei der Tour und danke für's Interview!
Links:
>> Tourinfo Odgens bei POP FRONTAL
>> Homepage Odgens
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