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Gesehen! Pretty Girls Make Graves, Young Heart Attack / 18.08.2004, Hamburg, Molotow

Sympathy for Seattle

Text: Julia Kussius

Nicht die glücklichste Mischung hatte sich da ein lustiger Booker ausgedacht und den Pretty Girls Makes Graves eine texanische AC/DC-Kopie vor die Nase gesetzt. Wäre es nicht bereits zu Anfang des überaus gut besuchten Konzerts am Mittwochabend sommerlich heiß im Molotow-Keller gewesen und hätte nicht draußen eine herrliche Abendsonne geschienen, hätte sich wohl auch der eine oder andere amüsieren können über die authentische Posenparade der wahren Hardrocker Young Heart Attack. So aber wurde noch einmal frische Luft getankt, denn während des weiteren Abends sollte sich der Konzertraum zusehends in eine euphorische Sauna verwandeln.

Pretty Girls Make Graves

Schon mit Betreten der Bühne kam den Seattlern Post-Punkern Pretty Girls Makes Graves eine aufgeladene Sympathiewelle entgegen. Ganz schön viele Fans standen da in den Reihen. Da wurde auf das persönliche Lieblingslied gehofft, ausdauernd gewippt, getanzt und mitgesungen, während Sängerin Andrea Zollo Dynamik mit Harmonie, Emotion mit Kraft austauschte. Altes, Neues und ganz Neues wechselte sich ab, irgendwie entstand rasch das Gefühl, dass hier jeder voll auf seine Kosten kommt. Unschlagbar schmetterten natürlich Klassiker wie "Speakers Push Air" die Stimmung in die Höhe. Aber auch die Songs ihres letzten Albums "The New Romance" gaben auf der Bühne eine gute Figur ab. Das begeisterte Publikum machte eh den Eindruck als ob die Lieder – mal abgesehen von ganz neuen, teilweise ein bisschen "stampfigen" Titeln, bestens bekannt wären.

Trotz harmonischer Poppigkeit an manchen Stellen (denen energiegeladene Gitarrenmomente und dezente Vokalausbrüche ein solides Gegengewicht setzten!) mussten sich die Pretty Girls Make Graves jedoch nicht vorwerfen lassen, einen Massengeschmack zu befriedigen. Gerade live vervollständigte sich das Bild von einer Band, die Hits produzieren kann, ohne allgemein und beliebig zu werden. Obwohl ihr letztes Album wesentlich gefühlvoller, harmonischer und runder ausfiel und viele die Band damit bereits als verloren abstempelten, machte der Live-Auftritt einfach unglaublich viel Spaß. Hitze, Schweiß und schlechte Luft waren schnell irrelevant. So viel geballte Energie ohne affige Allüren und Rockerposen kommt selten genug. Vielleicht befanden sich deshalb so viele Frauen im Publikum!?

 

Links:

>> Künstlerinfo Pretty Girls Make Graves bei POP FRONTAL

>> Homepage Pretty Girls Make Graves

>> Pretty Girls Make Graves - The New Romance: Reinhören und Kaufen bei amazon.de

>> Künstlerinfo Young Heart Attack bei POP FRONTAL

>> Homepage Young Heart Attack

>> Meldung 12.08.04: Young Heart Attack touren mit PGMG (mit Video-Link!)

>> Meldung 12.02.04: Meldung 12.02.04: PGMG & Seachange auf Tour (mit Video-Link!)

>> Konzertbericht Seachange (ohne PGMG), 22.02.04, Hamburg

 

 

Pretty Girls Make Graves

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(Matador/ Beggars/ Indigo)

 

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