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Gesehen! Sasha / 21.01.2010, Hamburg, NDR Funkhaus

Allein unter Frauen

Text: Mathias Frank       Live-Foto: NDR/Ulla Brauer

 

Der Typ polarisiert. Und macht es einem nicht immer ganz einfach. Denn ist Sasha nur ein oberflächlicher Popstar oder ein doch inzwischen ernstzunehmender Künstler? Darf man den guten Mann nun mögen oder nicht? Vorweg: Auch dieser Abend brachte keine endgültige Antwort. Dieser Abend, an dem Sasha im NDR Funkhaus in Hamburg ein kleines, exklusives Radiokonzert spielte.

Sasha

Sasha

Unter dem Namen "N Joy Soundfiles Live" spielen im so genannten "N Joy-Wohnzimmer" in unregelmäßigem Abstand Künstler vor kleiner Kulisse manchmal große Konzerte. Zuletzt waren das Selig und Max Herre, unvergesslich auch der Auftritt von Nada Surf (>> POP FRONTAL berichtete). Nun also Sasha. Der Popper, der schon so viele schlimme Songs gemacht hat. Aber auch der Sasha, den man sonst einfach mögen muss, weil er so sympathisch ist, und der auch das eine oder andere gute Lied im Programm hat. Und vor allem der Frauenheld Sasha. Gefühlte 80 Prozent der zirka 200 Besucher waren weiblich. Und Fans. Um die Stimmung musste man sich keine Sorgen machen.

Los ging es mit einer kleinen Fragestunde. Und Sasha war in seinem Element. Claudia Schiffer und DJ Ötzi bekamen ihr Fett weg, Horst Schlemmer wurde imitiert, Bill Ramsey gesungen, die Moderatorin angebaggert - und keine Frage wirklich ernsthaft beantwortet. Nach ein paar Minuten holte sich der Sänger dann seine fünf Musikanten auf die Bühne und legte mit dem nicht so schlechten "This Is My Time" ordentlich los.

Das ging okay, und auch die anschließenden Lieder "Good News On A Bad Day" und "Lipstick On The Mirror" taten nicht sonderlich weh. Nicht nur, weil die Band stark spielte und sich Sasha als schlicht starker Live-Sänger zeigte. Sondern besonders deshalb, weil der Sänger seine Lieder immer wieder unterbrach, um mit den Leuten zu schnacken. Und noch viel öfter, um Unsinn zu reden. Es ging um Mützen, Muskeln, Falco und unzählige Sachen mehr. Es wurde gelacht, veralbert, gemeinsam Spaß gehabt. Stand Up Comedy könnte man es nennen. Muss man vielleicht auch. Das hatte fast schon Farin Urlaub-Niveau. Und war die Rettung des Abends.

Gut eine Stunde waren die Jungs auf der Bühne, stimmten unter anderem "I'm Yours" von Jason Mraz, das sie auf wirklich herrliche Art mit "I'm Still Waiting" und "I Feel Lonely" verknüpften, und natürlich "Lucky Day" und "Coming Home" an und machten die Fans natürlich glücklich. Manch einer aber freute sich schon auf die nächste Pause, den nächsten Spruch, den Entertainer Sasha. Den man übrigens mögen muss. Das ist sicher.

 

 

Links:

>> Info/Tourdaten Sasha bei POP FRONTAL

>> Soundfiles Live @ www.njoy.de

>> Sasha: Good News on a Bad Day - Reinhören und Kaufen bei amazon.de

>> Homepage Sasha

>> Nada Surf: Bilder vom Radio-Konzert in Hamburg bei POP FRONTAL

 

Sasha

Sasha

 

Sasha: Good News on a Bad Day

Sasha: Good News on a Bad Day

(Warner Music Group)

 

 

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