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Gesehen! Anti-Flag, The Wonder Years / 26.04.2012, Hamburg, Logo

Punkrockfest deluxe

Text: Mathias Frank

 

Manchmal kann es einfach nicht schlecht werden. Manchmal ist das einfach unmöglich. Wenn zum Beispiel eine Band wie Anti-Flag, die wie kaum eine andere für Motivation, Leidenschaft und Power steht, in einen Club wie das Logo - klein, eng, tief und mit Platz für nur wenige hundert Leute - lädt, dann muss das ein atemberaubender Abend werden. Und wenn diese Band dann auch noch ein so fantastisches neues Album wie "The General Strike" im Gepäck hat, setzt das dem Ganzen nur noch die Krone auf.

Anti-Flag

Nach einer soliden Show von The Hostage Calm machten auch noch The Wonder Years den Support. Und den machten sie ziemlich klasse. Es war voller als bei manchem Logo-Headliner, und die Hopeless-Band bedankte sich dafür mit einem äußerst energetischen, sehr druckvollen Auftritt. Angetreten mit gleich drei Gitarristen spielten sie manch alte und viele neue Lieder ihres aktuellen "Suburbia I've Given You All and Now I'm Nothing"-Albums. Und immer dann, wenn ihr Bassisten-Bär ins Mikro grölte, wurde es noch besser. Denn dann bekamen die melodischen Punkrocksongs einen herrlich rotzigen, dreckigen, fast schon bösen Charme und fielen herrlich aus der Reihe. Kurz: war klasse.

Doch es wurde besser. Viel. Anti-Flag kamen, sahen und siegten. Bis in die gegelten Haarspitzen motiviert tobten sie sich durch ein hervorragend besetztes Set, brachten die Massen damit umgehend zum Toben und stellten schnell klar, was dieser Abend werden würde. Ein Punkrockfest deluxe nämlich. Und ein AF-Konzert, bei dem es mal nicht hauptsächlich um Politik - hier mussten sie ja auch niemanden überzeugen - sondern auch ganz viel um Spaß und Miteinander ging. "Wir sind eine Community heute Abend", sagte Sänger Justin Sane. "Wenn ihr die Leute rechts und links von euch nicht kennt, dann reicht ihnen die Hand und stellt euch vor. Ihr seid mit vier Freunden gekommen und ihr geht mit 400!"

Selbst Bassist und Ultraaktivist Chris #2 war nach Spaß: Einmal sprang er selbst in die Menge, einmal forderte er dazu auf: "Springt für Frieden. Springt für Freiheit. Und springt, weil es fuckin gut aussieht." Und die Leute sahen gut aus und sprangen. Und sangen und sprangen und sprangen und sangen. Gleich am Anfang mal zu "Broken Bones", nicht nur der beste neue Song von Anti-Flag, sondern vielleicht auch der beste Song von Anti-Flag. Hymne, jetzt schon. Danach wurde Neues wie "The New Sound" oder "The Neoliberal Anthem" abgefeiert und natürlich Klassiker, Klassiker, Klassiker: "Turncoat" oder "911", "Underground Network" oder "The Economy Is Suffering ... Let It Die" oder "Die For The Government" oder, oder, oder - Anti-Flag wissen einfach, wie es geht. Kann man nicht anders sagen. Am Ende baute Pat Thetic sogar sein Schlagzeug auf der Bühne ab - und vor dieser wieder auf. Mitten im Mob. Chris #2 drauf, "Power To The Peacefull" gezockt, Hände geschüttelt, Konzert beendet. Nach rund 90 heißen, wundervollen Minuten war die Party vorbei. War super. Was wir aber schon vorher wussten ...

 

 

 

Links:

>> Info/Konzerte Anti-Flag bei POP FRONTAL

>> Live-Tipp (12.03.12): Anti-Flag - Legendär, keine Frage

>> Anti-Flag @ Hurricane 2009: Fotogalerie bei POP FRONTAL

>> Video "Anti-Flag - 'This Is The New Sound'" bei youtube.com

>> Homepage Anti-Flag

>> Anti-Flag: The General Strike - Reinhören und Kaufen bei amazon.de

>> Info/Konzerte The Wonder Years bei POP FRONTAL

>> Homepage The Wonder Years

 

 

Anti-Flag

Anti-Flag

 

Anti-Flag: The General Strike

Anti-Flag: The General Strike

(Side One Dummy / Cargo)

 

The Wonder Years

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