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Gesehen! Immergut Festival 2005 / 27. - 28.05.2005, Neustrelitz, Bürgerseeweg

Auf der Sonnenseite

Text / Live-Fotos: Martina Nossek

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Es begab sich zu der Zeit, dass ein Gebot aus dem Osten des Landes ausging, dass alle Welt zu schätzen wusste. Inmitten von Blümchenwiesencharme, sattgelben Rapsfeldern und ursprünglicher Badeseeidylle feierte alle Jahre wieder der Stamm der Immerguten sein traditionelles Bonsaifestival. Mit euphorischer Maisonne, entspanntem Bikiniwetter, Badeseelaune und Kickertunier. Das einzig wahre musikalische Wald- und Wiesenhighlight der Nation, märchenhaft verwunschen und liebenswert heimelig im beschaulichen Mecklenburg-Vorpommern.

Maximo Park @ Immergut

Maximo Park

Alle Jahre wieder dieser herrlicher Brauch: Ende Mai heißt es "Chef, ich brauch noch einen Tag!" und "Danke Kollege, hast was gut bei mir." Pack die Badehose ein und mit dem Vorfreude-Soundtrack gen Osten und in Neustrelitz immer dem Euter nach. Es fragt schon keiner mehr, welche Bands spielen. Ach ja, Immergut. Das impliziert schon den Hauptact par excellence: die immergute Atmosphäre. Kleinbusrudel scheitern daran, das mobile 6-Personen-Eigenheim im staubigen Boden zu verankern, und gönnen sich erst mal eine Pause. Vorräte werden über die Wiese geschleift, Sack und Pack und Sonnenöl. Chillen und Grillen, bis das Festivalgelände öffnet, Gartenmöbel arrangieren, wenn schon das Zelt nicht steht. Ab und zu erste Nachbarschaftshilfe leisten: per Lichtschutzfaktor aus der Tube. 5.000 Gleichgesinnte, die ohne Pimp-my-Zelt auskommen, mit der Sonne um die Wette strahlen, das Flip-Flop-Wetter genießen und am frühen Abend sonnenbehütet zur Hauptbühne schlendern.

Styrofoam ist die erste Band des Tages. Die Herren nehmen es locker: "First time we are introduced as two Belgians in swimming trunks. Some might think it's always like that." Die späte Nachmittagssonne brennt, und die Zuhörerschaft drängt sich vorne an der Bühne im Schatten. Das kommt auch der Band zugute. Und gut erzählen können sie auch. Von Styrofoam auf deutschen Straßen und der Sache mit dem "Police car, bitte folgen", "Follow to the gas station. Step out of the car, cause they are friendly." Das beste Ist-ja-nicht-zu-fassen-Ende, das alle Zuhörer betroffen macht. Doch die eigentliche Pointe kommt erst noch: „But not all of the story is true“. Es gibt „Front To Back“ vom „Nothing's Lost“-Album mit Widmung: "This next song is to Andrew Kenny" (American Analog Set). Und der belgische Elektrojunge Arne van Petegem singt: "I still believe if things will change, they change for the better – if progress means more I’m simply misguided". Zart und leise, mit Weilheim-Anleihen im Handgepäck. Keiner singt die Zeile "When I Got Home" schöner. Fühlt sich an wie zu Hause ankommen, bleiben wollen und "Snow Crush Killing Song" hören. Mehr als ein gut gelaunt lässiger Start.

Nach diesem gelungenen Auftakt wartet schon der Tiger im Zelt. Timid Tiger sind fünf verspielte Jungtiere, die sich jetzt bei L'Age D'Or mit Titeln wie "Miss Murray", "Loveboat" oder "Let The City Save Us" austoben dürfen. "Honolulu Beach Nights" und "Mississippi Dream" passen perfekt in den lauschigen Abend. Cartoon-Pop live mit Plastikblumenperformance und Ganzkörperpornobrille an den Keys, Konfetti und Stoffhäschen-Handpuppen-Gemosche. Immer für eine spaßige Überraschung gut. Apropos. Der limitierten Erstauflage von "Timid Tiger & A Pile Of Pipers" liegen Erdbeertorten und eine 5 km lange hartvergoldete Carrera-Bahn bei. Optische Unterstützung gibt es beim Cover von Klaus Cornfield, dem "Throw That Beat"-Altmeister. Ebenso am Merchandising-Stand. Kurz: Alles ist drin.

Fliegender Wechsel zur Hauptbühne zu den fleißigen Schwedenstudies Andreas Förnell und Karl Larsson in seinem Pandabär-Shirt. Die beiden haben einen Faible für Schönklang mit der Anleitung zum Unglücklichsein. Zu den Klängen von Last Days of April lässt es sich genüsslich auf der Wiese liegen, schwelgen und träumen. Liebe und Vertrauen, das volle Gefühlsprogramm. Einsamkeit, Abschied, Verlust und all das. Karl reicht seine Schwedenhäppchen durch ein Weichzeichnerwölkchen hindurch, da sieht die Welt nicht mehr so brutal grell aus. Mit "Pale As Milk" wandelt der junge Skandinavier erstmals auf Solopfaden durch die musikalische Dämmerung am Ende des Lichts.

"Hard Times Are In Fashion", weiß auch Koufax-Sänger Robert Suchan. Dagegen lässt sich etwas tun. Und verdammt viel sagen. Das vermag er so subtil klug und ohne jede Schlaumeierallüren. So richtig mit Wumms und tanzbar dazu. Natürlich darf im Vorabendprogramm der unamerikanischsten Amerikaner "Canadian" nicht fehlen. Genauso wenig wie "Social Life", "Younger Body" oder "Why Bother". Vor der Zeltbühne ist es voll geworden. Wie gut, dass die Längsseiten zu beiden Seiten offen stehen. Luft rein, Menschen raus. Und rein und raus. Selbst von draußen sieht man auf die Bühne. Und ganz vorne steht mittendrin die Nachbarclique vom Campingplatz kopfnickend vor den Boxen.

Und wieder Ping-Pong-Wechsel zwischen den beiden Bühnen. Dieses Mal aber mit einem Umweg über den Würstchenstand. Und zum The Robocop Kraus-Frankensound im Ohr hin und her wippen, so wie zu Hause. Von wegen! Selbst mit dem Rücken zur Bühne merkt man, wie viel Euphorie von der Bühne versprüht wird. Da dreht und wendet sich Thomas Lang zu dem Auf und Ab seiner Songs und nicht der Grillmeister die Würstchen. Understatement der Extraklasse von fünf Nürnbergern? Und ob! Das sympathische Post-Punk-Quintett spielt mitreißend dynamisch, kantig, überraschend und voll auf die Zwölf. Die herausragende Live-Überraschung des Tages. Augenzwinkernde Schelme, die mit "They Think They Are The Robocop Kraus" steil die High-End-Stufe hinaufklettern, live schreien und springen, als ob es kein Morgen gibt. Von Energiespartag keine Spur. Kürzer ist es aufzuzählen, was sie nicht sind: langweilig. TRK geben die besten Live-"Tips For Performers". Pflichtcrashkurs zum Anschauen, nicht nur für die Ohren!

Heiser mit hitzig roten Wangen und strahlenden Augen rübergehen zu Tobias Kuhn, Sänger und Gitarrist von Miles. Heute aber unterwegs als Seelenheil schmiedende Manufaktur Monta. In der ein chronisch Zweifelnder aus der emotionalen Einzelhaft heraus Kleinode aus Sehnsucht und Hoffnung erstellt. Angetrieben von der ewigen Suche nach Arrangementideen hüllt sein Debüt "Where Circles Begin" den Zuhörer in einen eigenwilligen Zauber aus rastloser Wirklichkeit, sanftem Gefühlsreigen und beschwingter Melancholie. Diese ruhige, zurückhaltende Stimme ist unverhohlen sentimental. "Long Live The Quiet", "I'm Sorry" oder "Reasons" sind so eingängig, dass im Unterbewusstsein der Stand-By-Modus auf schonungslose Hingabe schaltet. Zum Heulen schön, bei permanenter Gänsehaut-Laola im gedämpftem Licht das "Wonderful Life"-Cover zu inhalieren: wirkungsvoller als jedes Naherholungsgebiet.

Welche Wirkung von den College-Rockern Nada Surf ausgeht, ist seit "High/Low" und "The Proximity Effect" allseits bekannt: "I'm Head Of The Class / I'm Popular / I'm A Quarter Back / I'm Popular / My Mom Says I'm A Catch / I'm Popular / I'm Never Last Picked / I Got A Cheerleader Chick ..." Und da alle guten Dinge drei sind, heißt es "Let Go", und die Dreadlocks fliegen durch die Luft. Beste Stimmung ist fester Bestandteil ihres Sets. Schon seit über zehn Jahren ist dieses Wundermittel gegen Depressionen auf dem Markt ("Nada Surf" ist der spanische Begriff dafür, sich aus einer Depression zu befreien). Und wer an diesem Abend ihren Dauer-Indie-Hit vermisste, wird festgestellt haben, dass dieser Auftritt auch ohne "Popular" ein Kraftpaket aus exzellenten Songs eines prima aufeinandereingespielten Trios war. Ohne Zweifel einer der Höhepunkte des Abends.

"From Here To There" wird der Sound auf der kleinen Bühne mit den Girls in Hawaii intimer. Hobby De Luxe hat keine hawaiischen Strandmädchen unter Vertrag genommen, sondern ein Sixpack aus Belgien. Jungs wie Sänger Antoine Wieleman, der mit der Poesie des Alltags in Gitarren-Schrammel-Manier von "Bees And Butterflies" singt, oder "Short Song for A Short Mind" performt. Die Boys from Bruxelles sind pavement-affin, Melodie-Fetischisten und Sympathieträger dazu. Vor Fritten und Himbeerbier das bemerkenswerteste Merkmal der Hauptstadt Flanderns.

Zu den unveränderlichen Kennzeichen Schwedens gehört seit Anders Wendin auch Deepdownsoul für offene Herzen und lockere Hüften. Mister Wendin, bekannt als Moneybrother ist der Bruce Springsteen des feinsten Northern Soul der Neuzeit. Auf der großen Open-Air-Bühne singt er gebrochen fröhlich von großen Gefühlen, enttäuschter Liebe und davon, wie es ist, „unten“ zu sein und nichts daran ändern zu können. Inbrunst und Dynamik zeichnen seine wuchtig heisere Stimme und die präzise groovende Band aus. Dazu wippen die Hände, Köpfe und vor allem vereinte Herzen im Takt. Verstörend schöne Songs. Zu beziehen bei Burning Heart Records. Ohne jegliche Furcht vor großen Gefühlen ist Moneybrother der Inbegriff für die ungebremste Freude am Spielen und an der ganz großen Inszenierung. Er vereint Jahrzehnte der Musikgeschichte in einer wilden Mixtur aus Soul und Funk, Britpop und Indiefolk. Pointiert und perfekt dargeboten. Kehlig, inbrünstig und fehlerfrei. Aus tiefster Seele, statt improvisierter Spontaneität. Stetig dabei, den verqueren Musikstil-Mix in seinen Shows zu verfeinern und mit Streicher- oder Bläserpassagen in Form zu bringen. Dexys Midnight Runners Anleihen eines swingenden Old-School-Charmeurs vom Fach: "Feelings get stronger in the the dark".

In ausgelassener Stimmung lassen danach die Puppetmastaz die Puppen tanzen und zeigen, dass auch Jedis zur rappenden Spezies gehören. Das tanzwütige Diskovolk groovte im Zelt noch bis zum Sonnenaufgang. Arm- und Hüftkreisen erwies sich auch als einzig wirkungsvolle Option gegen penetrante Stechmücken. Die gemeine Meckpommsche Stechmücke wird hoffentlich für das nächste Jahr von einem der kommerziellen Festivals abgeworben oder vor dem letzten Maiwochenende für einen immerguten Zweck ausgerottet.

Traditionell startete der Samstag mit blauem Himmel und strahlender Morgensonne beim Baden oder Immergutzocken-Fußballtunier. Angesichts der Hitze und der vielen Bademöglichkeiten am Fürstenseer See, Glambecker See, Langer See, Domjüchsee, Großer Prälanksee und am Großen Lanz, stand es 6:1 für einen Tag am See. Währenddessen unterlag Traktor Sinnbus der SpVg Florian Horwath beim diesjährigen Endspiel mit dem heißen Leder.

Denn der junge österreichische Songwriter Florian Horwath gehört zu denjenigen, die mit sehr wenigen Mitteln erstaunlich viel erreichen. Als musikalischer Auftakt an diesem Samstagnachmittag lieferte er den idealen Einstimmungs-Sound für einen großartigen Festivaltag mit seinem bezaubernd ruhigen Debüt "We Are All Gold". Zurecht ist jeder Platz im spärlichen Schatten vor oder neben der Hauptbühne besetzt, um seinen emotional überbordenden Gitarrenpopsongs zu lauschen. Eindrucksvoll, mit welchem Elan Horwath seine Stimme über Höhen und Tiefen treibt. Dazu euphorisch klatscht, die Gitarrensaiten zupft oder seine Lockenpracht hin und her schüttelt, während rothäutige Im-Schatten-Sitzer mit Sonnencreme hantieren oder fleißig applaudieren.

Direkt im Anschluss spielte auf der gleichen Bühne das Kölner Trio Angelika Express. Auch wenn Schlagzeuger Alex Jezinsky jetzt nach Hamburg umgesiedelt ist, hält das die drei Springinsfelde jedoch nicht davon ab, zusammen ihre Hits "Teenage Fanclub Girl", "Ich bin kein Amerikaner" oder "François Truffaut" unermüdlich zum Besten zu geben.

"Ich habe ganz viel Glück mit meinen Gitarren, sorry." Jan soll sich nicht ärgern, denn das, was er und seine Instrumentalkollegen Florian, Matthias und Martin von Seidenmatt auf die kleine Zeltbühne zauberten, sind schwelgerische Sphärenskizzen aus der Hauptstadt, die zum Postrock-Highlight des Abends durch das überfüllte Zelt schwirrten. Imposant instrumentiert und ohne Gesang konstruieren die vier Wahlberliner bewegende Stücke, die ungestüm vorantreiben oder zurückgenommen schwelgerisch sich selbst genügen. "Wasserluft" ist ein bewegendes und begeisterndes Debüt, das live besonders ergreifend ist.

Danach gibt es zu den geradlinigen Dreieinhalbminutenstücken von Madsen vor der Hauptbühne die ersten Wilden, die sich mit ausgebreiteten Armen über die Köpfe der Zuschauer weiterreichen lassen. "Die Perfektion"-Single der Twens aus dem Wendland eignet sich hervorragend dafür. Und so wie Sänger Sebastian Madsen seine Befindlichkeiten herausschreit, erinnert er an Peter von den Sportfreunden. Spontan, selbstbewusst und unbekümmert. Lautstärkepegel hoch und dazu „immer mehr“ schrammeln. Ruppiger Charme, der auch jenseits der Provinz Spaß macht. Beste Gute-Laune-Live-Qualität. Auf dem Pegel ganz weit oben.

Höher, schneller, weiter ist auch das Motto bei den Berliner Jungs von Kate Mosh. Leider auch in Bezug auf die Temperaturen im Zelt, die ins Unermessliche klettern. Es brodelt. Und zwar gewaltig. Allein Titelnamen wie "Kick Nave And The Sad Beats" oder "The Importance Of Being Recognized" sprechen für die sympathischen Indierocker mit diesem Touch von Robert Smith im Gesang. Die übliche Problematik, ein Label zu finden, ist weit verbreitet. Ein eigenes Label zu gründen auch. Zum Beispiel Sinnbus. Wahlheimat für Bands wie Seidenmatt oder Kate Mosh. Solidarisch tritt das Kate-Mosh-Quartett in SDNMT-Shirts an. Life Is Fair.

Von der mittlerweile großzügig schattenspendenden Hauptbühne klingen ruhige verträumte Melodien über die Liegewiese. Unverkennbar feiner und behutsam elektronischer Indie-Minimalismus von Jimmy LaVelle. Der kalifornische Multiinstrumentalist, Noise-Postpunk-Locust-Keyboarder und Bassist von Black Heart Procession ist seit 1999 The Album Leaf. Er kreiert herzerwärmend zeitlos schöne Hymnen wie "On Your Way". Gelassen und unaufgeregt sitzt er am Keyboard, schaut selten auf oder in Richtung Publikum, verbreitet lieber streicherunterstützte Melancholie mit einem exzellenten Gespür für Melodie, Langsamkeit und lebendige Tonzwischenräume. Schönste Augenblicke zum Festhalten.

Kontrastprogramm aus Gießen rockte danach das Zelt. Wer die Boxhamsters erleben wollte, wechselte von der Wiese ins Zelt. Eins-zwei-drei! Vorspulen und hemmungslos pogen. Zu "Demut & Elite"-Punkrock, "Große Augen" und "Klostein". Wie damals.

"Es war ein warmer Abend." Passender hätte ein Titel für den Zeitpunkt des Open Airs nicht sein können, als Kante gegen 20:30 Uhr auf die Bühne gingen. Doch bevor die Hamburger ihren experimentellen Klangteppich mit den bekanntesten Songs von "Zweilicht" und "Zombi" über Neustrelitz ausbreiten konnten, standen Peter, Felix, Sebastian und Thomas zwar schon auf der Bühne, mussten aber die ungeplante Zugabe ihrer Vorgänger von der Nachbarbühne abwarten, um einen Soundbrei zu vermeiden. Die eigene Zugabe: die B-Seite von "Zombie". Dazwischen legendäre Texte zwischen Tag und Nacht, Liebe, Sex, Leben und Tod. Natürlich auch "Wo die Flüsse singen" und das kantespezifische Instrumentalstück "Baron Samedi".

Aus dem Norden zu den Klängen in den oberbayrischen Soundkosmos rund um MorrMusic und den Weilheimer Notwist-Planeten. Rüber ins Zelt zu Stefanie Böhm, Keyboarderin der charmanten Münchner Instrumentalcombo Couch, und Micha Acher, bekannt als Stammspieler bei The Notwist. Die beiden Ausnahmemusiker sind das Duo Ms. John Soda und setzen ihre Ideen in wundersame Klangwelten um. Digital angehaucht und unterschwellig ein funkelnder Rock-Satellit, zu dessen Umlaufbahn zwei unveränderliche Eigenschaften gehören: Micha Achers markanter Oberkörper Vor- und Rückschwung und die anmutige Stimme der Gründerin von Ms. John Soda. Insbesondere bei ihrem bitte niemals endenden "I Wanna Know".

Auch Paul Smith, der charismatische Sänger von Maximo Park versteht es exzellent, die Zuschauer zu begeistern. Und das im ganz großen Stil. Zu ungestümen Popmelodien fegt der hagere Frontmann dandylike und wie ein wilder Derwisch mit dem Mut zur großen Geste über die Bühne. Ohne Zweifel Headlinerstatus. Premium versteht sich. "Kiss You Better"-Statements und pointierte Poesie gegen die Tristesse des Alltags. Mit ihrem hitträchtigem Debüt "A Certain Trigger" tragen Paul, Lloyd, Lukas, Archis und Tom Glamourpowersound aus Nordengland in die Welt. Punk und New Wave aus Newcastle? Ja doch. "The Coast Is Always Changing" und "Graffiti" ist eine Melange aus lyrischer Ambitionen, dynamischer Rockattitüde und Melancholie der Smiths. Glamour aus Energie. Famos und durchgedreht. Das klingt nach. Und so soll es sein. Ein hervorragender Immergut-Headliner- Abschluss. Dass die nachfolgende Band im Zelt keine Immergut-typische Band war, bewiesen Deichkind selbst, als sie mit freiem Oberkörper erklärten, dass sie sich "frei" gemacht haben und damit deutlich mehr "Indie" als die anderen Bands des Abend sind. Final spielten die Glamsynthie-Poprocker Melody Club, bevor das Spex DJ-Team (Riot) die Disconacht einläutete, zu der auch der smarte Paul Smith exaltiert die Hüften schwang. Immer wieder gut.

 

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Links:

>> Festivalinfo Immergut 2005 bei POP FRONTAL (mit Bandinfos)

>> Homepage Immergut

 

Madsen

Madsen

 

Kante

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The Robocop Kraus

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Styrofoam

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Moneybrother

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The Album Leaf

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Sonnenschein

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Koufax

Koufax

 

Girls in Hawaii

Girls in Hawaii

 

Florian Horwath

Horwath

 

Bad in der Menge

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Nada Surf

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Angelika Express

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Groß & Klein

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Maximo Park

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Last Days Of April

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Styrofoam

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Monta

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Impressionen

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