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Gesehen! Jimmy Eat World, Maritime / 17.09.2004, Hamburg, Grünspan

Die Rückkehr der Emo-Krieger

Text: Mathias Frank

 

Lange war es still um Jimmy Eat World, die vor drei Jahren mit Alben wie "Clarity" und "Bleed American" zu den Superstars der Emo-Szene wurden und auf dem besten Weg waren, die größte Band der Welt zu werden. Doch das Quartett aus Arizona ging es langsam an und zog sich – jedenfalls in Europa – erstmal zurück. Bis jetzt. Am 11. Oktober erscheint ihr neues Album "Futures", und um dieses vorzustellen und sich überhaupt mal wieder blicken zu lassen, gab die Band drei Konzerte in Deutschland. Zwei zusammen mit den Donots und eines mit Maritime in Hamburg.

Jimmy Eat World

Jimmy Eat World

Natürlich war das Grünspan ausverkauft, natürlich war jeder da, natürlich war die Spannung zu merken, und natürlich hatten es Maritime schwer. Die Band entstand aus den Überresten von The Promise Ring und hat seine deutsche Heimat auf dem Hamburger Label Grand Hotel Van Cleef. Darum war Tomte-Thees da, und weil irgendwie nur wenige Maritime sehen wollten, konnte er recht unbeachtet der Band lauschen. Die waren schon ganz okay und hatten einige feine Pop-Songs im Programm, doch wirklich aufregend war das nicht. Zu ähnlich klangen die Stücke, stets das gleiche Tempo, der gleiche Aufbau, die gleiche Fröhlichkeit. Kennste einen, kennste alle.

Dann Jimmy Eat World. Kein Blick mehr zur Theke oder zum Nebenmann, alles starrte nach vorne. Jubelte, kreischte, schrie und klatschte, als die vier Musiker kamen. "Get It Faster" eröffnete den Reigen an Hits und neuen Nummern, die gekonnt zwischen die bekannten Nummern eingebaut wurden. Der Sound war super, die Band offensichtlich nicht ganz nüchtern, aber bestens gelaunt, und so entwickelte sich schnell eine großartige Party, bei der vorne fleißig getanzt und gesprungen und hinten lachend genickt und gesungen wurde. "Lucky Denver Mint" und "Blister" avancierten nicht ganz unüberraschend zu den Highlights. Wobei eigentlich jeder Song ein Treffer war. Denn schlechte Songs scheinen JEW nicht schreiben zu können.

Das machte ganz besonders die Zugabe deutlich. "Bleed American" dürfte eine der stärksten Nummern der Band sein, die neue Single "Pain" ist schon jetzt ein Hit, und der Rausschmeißer "The Middle" ist eh eine sichere Bank. Die Zuschauer waren begeistert, unzufriedene Menschen suchte man im Grünspan vergeblich. Und auch als nach einer guten Stunde schon wieder Schluss war und sich Jimmy Eat World unter tosendem Applaus verabschiedeten, war zwar jeder traurig, aber stolz und glücklich zugleich, bei diesem Konzert dabei gewesen sein zu dürfen. Denn das wird sich in naher Zukunft sicher nicht mehr so häufig wiederholen, da JEW bei ihren nächsten Auftritten sicher in größeren Hallen auftreten werden. Müssen.

 

Links:

>> Tourinfo Jimmy Eat World bei POP FRONTAL

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Maritime

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