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POP FRONTAL präsentiert: Velour!

The Sound of Denmark

Text: Carsten Wilhelm

 

Wenn man der einschlägigen Musikjournaille Glauben schenken mag, kündigt sich hier Großartiges an. Velour kommen aus Kopenhagen, sind Proberaumnachbarn der nicht minder angesagten The Low Frequency In Stereo und streben nach nicht mehr oder weniger als dem Pop-Olymp. Zunächst tat man dies in Dänemark, was zugegebenermaßen ein wenig kurz gesprungen war - wenngleich man es bereits aufs legendäre Roskilde-Festival geschafft hatte. Das ist natürlich schon eine Menge für eine Band aus der langweiligen Vorstadt Birkerod.

Velour

Hier trafen sich die beiden Freunde Glenn Müller (Gesang, Gitarre) und Kristian Karup (Schlagzeug) und diskutierten über Robert Smith, Bob Dylan oder The Who. Zunächst mal ganz akademisch. Oder als Kneipengespräch! Als dann aber Jonas Petri (Gesang, Gitarre, Keyboards) dazu kam, stand einer Bandgründung nichts mehr im Weg. Gleich ihr erster Song "In The Bathtub" erreichte die Herzen und Ohren dänischer Radiohörer, was vielleicht daran lag, dass die Geschichte vom seltsamen Mann, der seinen Hund in der Badewanne ertränkte, irgendeinen Nerv in der Seele unserer nördlichen Nachbarn traf.

Velour waren aus dem Nichts zu einer der vielversprechendsten Bands Dänemarks geworden. Angesichts des Erfolges war eine EP der nächste logische Schritt. Sie hieß "Strangers On A Train" und festigte Velours Status in der dänischen Indie-Szene. Zugleich stieg der Druck, an einem ausgiebigen Album zu arbeiten, dem sich die jungen Musiker jedoch zunächst durch ausgiebige Fernreisen nach Indien und Mexiko entzogen. Ende 2002 war es dann so weit. Zurück in Dänemark zog man sich ins Studio zurück und spielte die zehn Songs des Debüts "Get In Room" ein. Der Erfolg in Dänemark war ausgemachte Sache, als das Album 2003 in die Läden kam. Nun, ein Jahr später, wurde die Platte "Get In Room" auf Noisedeluxe Records auch in Deutschland veröffentlicht, und die Kollegen von der Spex präsentierten begeistert den Song "Starla" auf der CD der Oktoberausgabe. Dem ganz großen Erfolg steht nun kaum noch etwas im Wege. Und nach erstmaligem Durchhören des Tonträgers fällt vor allem eines auf: Die mehrheitlich wohlwollenden Kritiken von Intro bis Spex hatten nicht gelogen.

Hier sind Musiker am Werk, die die Sixties von den Byrds bis zu den Beach Boys mit der Muttermilch aufgesogen haben. Der Name ist übrigens Programm, samtweich tropft der warme Sound der Dänen aus den Boxen und erinnert in punkto Einfallsreichtum schon mal an die schottischen Kollegen von Belle and Sebastian. In manchen Reviews wurden Velour gar in einem Atemzug mit Coldplay oder den Kings of Convenience genannt, wobei der Vergleich mit Letzteren zutreffender scheint. Wie auch immer, "Get In Room" ist eine hochklassige, einfallsreiche und üppig-instrumentierte Pop-Platte geworden, die Sie angenehm durch den Winter begleiten wird. Wie ein guter Freund! Im November geben sich die Dänen dann live in Deutschland erstmals die Ehre und POP FRONTAL freut sich, sie zu präsentieren. Diesmal noch im gemütlichen Club an der Ecke für kleines Geld. Sagen Sie später nicht, Sie hätten nichts gewusst.

 

Links:

>> Künstlerinfo Velour bei POP FRONTAL

>> Homepage Velour

>> Velour - Get In Room: Reinhören und Kaufen bei amazon.de

 

 

Velour

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Velour: Get In Room

(Noisedeluxe / Broken Silence)

 

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