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Gesehen! Jon Oliva's Pain, Mercury Tide / 23.06.2012, Bonn, Brückenforum

Had A Ball With The Mountain King!

Text: Katharina Schmidt & Klaus Reckert      Live-Fotos: Katharina Schmidt

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Savatage ist mausetot, lang lebe der Mountain King! Der königstreue Ausruf ist die pure Wahrheit, denn Jon Oliva's Pain hat schon lange die wahre Nachfolge von Savatage angetreten. Der Mountain King himself musste vergangenes Jahr den plötzlichen Tod seines Gitarristen Matt la Porte verkraften, der uns beispielsweise beim ProgPower Europe Festival 2007 noch begeistert hatte (siehe Links unten). Doch nun ist er wieder da. Also Jon, leider nicht Matt - natürlich! Und wie man das von einem König kennt, kehrt er mit Macht zurück: Galt es doch, den 25. Geburtstag des Savatage-Albums "Hall Of The Mountain King", das Jon Oliva seinen royalen Spitznamen einbrachte, mit einer handverlesenen Zahl von Shows zu zelebrieren. Mehr als genug Gründe, einen Lokaltermin im Bonner Brückenforum wahrzunehmen!

Jon Oliva's Pain

Weder den zum Tanz aufspielenden Bands noch ihren Metal-hungrigen Ballgästen konnte an diesem Samstagabend trotz großzügiger Abteilung durch Hängwände verborgen bleiben, dass noch erheblich mehr als die grob geschätzten 300 Gäste im "Ballsaal" des Brückenforums Platz gefunden hätten. Die Aufgabe, den überschaubaren Massen einzuheizen, fiel Mercury Tide zu. Man muss sich nur das Intro "In The Shame Of Trust" vom gelungenen aktuellen Tide-Album "Killing Saw" anhören, mit diesem typisch-majestätischen Savatage-Piano, mit dieser so "einfachen" wie großartigen Melodieführung, um zu verstehen, wieso dieser Support-Deal im Himmel geschmiedet worden sein muss. Die just wiederbelebte Band von Dirk Thurisch (guit, voc; Ex-Angel Dust) rockte denn auch ganz erheblich das Haus. Mit Titeln wie "Back To Reality" (vom 2003er Erstling "Why?"), dem Title Track vom aktuellen Album "Killing Saw", mit dem ruhigeren "Home", "Out Of The Darkness oder "World Of Pain" mit hier ganz besonders begeisternden Vocals von Meister Thurisch.

Mit seinem Gesang, seinem munteren Parlieren, seinen mit übrigens bemerkenswertem Bizeps ausgeführten großen bis mächtigen Metal-Gesten, vor allem aber mit seiner offensichtlichen und überaus ansteckenden Spielfreude machte Dirk den Metal-Ball zum Genuss und rettete auch souverän über den Gitarren-Totalausfall bei letztgenanntem Stück hinweg. Apropos Klampfe: Ganz hinreißend sind manche seiner so noch nicht gesehenen Arbeitsgeräte, etwa eine anthrazit-bläulich verschlierte Les Paul, doch auch die "Gold Top" war Augenzucker. Zugabe: "Searching". Balladig. Wunderbar. Großartig authentische Metal-Band aus dem Ruhrpott! Wie authentisch, bewies sich erneut, als das sympathische Quintett alsbald, kaum eine Duschenfrist nach dem Abtreten, im Zuschauerraum erschien, um dem Mountain King zu huldigen.

Jon Oliva's Pain gehörten ab ca. 21:30 die Bretter, die an diesem Samstagabend in Bonn defintiv die Welt bedeuteten. Jon verschwendete keine Zeit und fragte seine Getreuen rhetorisch, da alternativlos: "Will You Sing For Me?" Was alle gern bejahten und im Folgenden auch vielkehlig einzulösen versuchten.

"Gutter Ballet". Kann es überhaupt einen großartigeren Einstieg geben? "Edge Of Thorns". Eine vollkommenere zweite Nummer eines Konzertes?!? (Chefredaktion schaltet sich ein: "Ihr geratet ins Schwärmen!" - Autor/in: "Schdümmd, aber das WÁR perfekt.") Weiter ging's u.a. mit "Death Rides A Black Horse", "Don't Talk To Me" (von Jons Doctor Butcher-Projekt), dem grandiosen "Strange Wings". Weitere Highlights: "Walk Upon The Waters" (Pain; inklusive introduction to musicians und Verfütterung echt fetter Sportzigaretten an die Band) und "24 Hours" mit kaum noch glaublichen Gitarrensoli. Der möglicherweise noch ein wenig stattlicher gewordene Jon schien in ähnlich prächtiger Stimmung wie sein Publikum und dirigierte das Geschehen mit irrem Grinsen von seinem Arbeitsplatz, dem weißen Stutzflügel aus. Von hier unternahm er häufige Ausflüge, um sein Team zu begutachten und zu motivieren.

Die Zugabe der aktuellen Pain-Besetzung bestehend aus Jon Jerry Outlaw (guit), Joe Diaz (guit), Jason Jenning (bss) und Chris Kinder (drms) war "The Dark" von "Tage Mahal". Und leider nur "The Dark", danach blieb's dunkel. Dennoch ein komplett unvergesslicher Abend. Schmeißt Euch ins Ballkleid, wenn Ihr nochmal die Chance dazu bekommt!

 

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Links:

>> Info/Konzerte Jon Oliva's Pain bei POP FRONTAL

>> Live-Tipp (24.05.12): Jon Oliva's Pain - Schmerz kann so süß sein

>> Festivalbericht ProgPower Europe 2007 (mit Jon Oliva) bei POP FRONTAL

>> Video "PAIN blasting out 'Edge Of Thorns' 2006" bei youtube.com

>> Homepage Jon Oliva's Pain

>> Jon Oliva's Pain: Festival - Reinhören und Kaufen bei amazon.de

>> Info/Konzerte Mercury Tide bei POP FRONTAL

>> Homepage Mercury Tide

>> Video "Mercury Tide ? Killing Saw Annoncement" bei youtube.com

 

 

Jon Oliva's Pain

 

Jon Oliva's Pain

Jon Oliva's Pain @ Bonn

 

Jon Oliva's Pain

 

Jon Oliva's Pain

Mercury Tide @ Bonn

 

 

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