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Künstlerinfo zur Tour: Aloa Input

 

 

Tourdaten / Konzerte:
>> 15.09.2022 - 24.09.2022

 

Genres: Pop: Indie Pop (Experimental, Alternative)

Herkunft: Deutschland, München

Kurzbeschreibung: Das Thema? Die "gefu¨hlte Ewigkeit".

 

Band-URL: https://www.facebook.com/aloainput

Songs:

https://aloainput.bandcamp.com/

Beschreibung/ Presseinfo:

Das dritte Album der Band um Angela Aux, Marcus Grassl und Cico Beck (The Notwist, Joasihno) ist ein Konzeptalbum, ho¨rt auf den Namen "Devil's Diamond Memory Collection" und erscheint im Mai 2021 auf Siluh Records. Fu¨nf Jahre sind seit dem letzten Album von Aloa Input vergangen. Eine fu¨r die Band ungewo¨hnlich lange Zeit. Angela Aux, Marcus Grassl und Cico Beck verbrachten sie damit einen endlosen Strom an Demomaterial zu produzieren. Bei Sessions in Ateliers, Kinos und Kellerra¨umen in Mu¨nchen, Mexico City und Montreal entstanden knapp 50 Stu¨cke. Am Ende blieben 14 u¨brig, die im ersten Konzeptalbum der achtja¨hrigen Bandgeschichte gipfelten. Das Thema? Die "gefu¨hlte Ewigkeit".
Alles hatte auf der letzten Tour mit einer einfachen Frage begonnen: "Was wu¨rdest du tun, wenn du der letzte Mensch auf der Welt wa¨rst?". U¨ber Monate hinweg hatten Aloa Input sie den Besuchern ihrer Konzerte immer wieder gestellt. Jede Antwort zog einen neuen Schweif aus Assoziationsketten und existentiellen Fragen nach sich: Wie wu¨rdest du reagieren? Wu¨rdest du schweigen, schreien, es insgeheim genießen? Wo wu¨rdest du leben wollen? Was und wen wu¨rdest du vermissen? Wie lange wu¨rdest du es aushalten? Und vor allem: Wa¨rst du dann noch derselbe?Aus der Reflexion u¨ber den Platz, den wir Menschen uns auf diesem Planeten zuweisen, scha¨lte sich langsam "Devil's Diamond Memory Collection" heraus, ein surreales Daumenkino, das das Undenkbare mit dem Wahrscheinlichen und das Geheimnisvolle mit dem Wohlbekannten kombiniert. Jedes der 14 Lieder ist aus einer anderen, fiktiven Perspektive aus einem unbestimmten Zeitpunkt in der Zukunft erza¨hlt, "eine Ru¨ckschau auf die Fetzen unserer Zivilisation", sagt Songwriter Angela Aux, der mit seinem Soloprojekt auf a¨hnlichen philosophischen Pfaden wandert. "Wir wollten eine Platte machen, die wir selber in 20 Jahren anho¨ren wu¨rden und sagen, ja: So erschien uns damals die Zukunft".Doch wie la¨sst man eine Zukunft vor dem inneren Ohr auferstehen, die nur in unseren Gedanken existieren kann? Wie klingt eine Menschheit, die ihre Art zu leben neu erfinden musste? Aloa Input haben auf "Devil's Diamond Memory Collection" den richtigen Ton getroffen, irgendwo zwischen alienated und allta¨glich.Es scheint, als blicke man durch eine Art Mikro-Kaleido-Teleskop: Das mal mehrstimmig gesungene und mal als Spoken-Word vorgetragene Storytelling bricht immer wieder in flirrend bunte Parallelwelten auf, die problemlos nebeneinander existieren.
Gleich im Auftakt "Desert Something" treffen sich unsere Hirne in der Cloud wieder. "Lift us away from all linear mind" bittet die traumverlorene Stimme, wa¨hrend Bass und Schneeschaufel-Beat den Song nach vorne treiben. Im hypnotisch ruhigen "Atlas Daze" geho¨rt die Erza¨hlstimme dem Vertreter einer Spezies, die sich auf den letzten Metern ihres Weges befindet: "I feel the skies are coming down / I see the world is gonna drown". Es ist der Mensch, der in sich selbst den Endgegner erkannt hat, aber trotzdem weiter sorglos vor sich hinpfeift. Der Titelsong wiederum handelt davon, wie wir uns immer weiter der Wissenschaft geo¨ffnet haben, nur um schließlich festzustellen, dass wir irrelevant geworden sind: "Now we occupy the space to let the physics rule it all", rappt Aux über vor sich hinmeckernde Stimm-Samples, die wie durch den Vocoder gejagte Ziegen klingen. Man denkt an den Satz "Do Androids Dream Of Electric Sheep?", mit dem der Sci-Fi-Autor Philipp K. Dick einst eine seiner bekanntesten Kurzgeschichten betitelte. So wie das sechseinhalbminu¨tige Stu¨ck mu¨sste das Schlaflied klingen, das den Mensch-Maschinen sanft den Stecker zu ziehen vermag.Ein Happy-End im klassischen Sinne gibt es auf "Devil's Diamond Memory Collection" nicht. Im seelenruhig entschwebenden Schlussstu¨ck "The Universe Keeps Places" u¨bernimmt schließlich die Computerstimme das Ruder: "Flee, dust, fall, god, pause, pause, pause, pause, pause", surrt sie kryptisch zum Takt von Mellotrontropfen, bis sich alles in windverwehten Frequenzen verliert. "Ein Duett mit unseren Nachfolgern, wenn man so will", sagt Aux. Das Album, das von Posthumanismus-Korypha¨en wie Donna Haraway und Ted-Talks zu Themen wie KI und Biotechnologie beeinflusst ist, klingt dennoch hoffnungsvoll aus. "Die Menschheit wird einen neuen Ort finden. Sofern sie es schafft, zu u¨berleben."
Schon heute konfrontiert uns die rasante Entwicklung der Wissenschaft mit philosophischen Grundfragen: Was wird noch herausragend sein am Menschen, wenn eine Intelligenz aus neuronal vernetzten Algorithmen unseren Verstand bei Weitem u¨bersteigt? Noch ziehen wir uns auf die Gewissheit zuru¨ck, dass eine Maschine nie etwas "Beseeltes" wie Musik erschaffen ko¨nne, da ihr schlicht das Bewusstsein dafu¨r fehle. Andererseits dachte vor 50 Jahren auch kaum einer, dass eine KI einmal besser Schach spielen oder bei medizinischen Diagnosen treffsicherer sein ko¨nnte als der Mensch. Und was ist Musik schlussendlich anderes als eine Folge mathematischer Muster? Die Stücke auf "Devil's Diamond Memory Collection? wirken beseelt und mathematisch zugleich: Die Nano-feinen Beatkonstrukte ? programmiert von Cico Beck (auch bei The Notwist) und Marcus Grassl ? treffen auf sanft dahinfließenden Melodiewellen, die sich auf wundersame Weise erga¨nzen statt sich gegenseitig zu zerschießen. Jeder Song ist ein Wimmelbild polyrhythmischer Irrlichter, die in der Summe der Teile trotzdem im Geda¨chtnis haften bleiben wie bunt leuchtende Pilze auf vermoosten Mondraketen oder eine Meeresbrise, die sich auf ra¨tselhafte Weise in den luftleeren Raum verirrt hat. Trotz des futuristischen Grundthemas lassen sich die Tracks zeitlich nicht einordnen. "Devil's Diamond Memory Collection" ha¨tte 1967, 1999 2007 oder 2022 entstanden sein ko¨nnen. Man ko¨nnte es Weird Folk nennen, Taschen-Psychedelia, Kraut-Pop oder No-Age. Es ist Musik, die sich trotz aller akustischen Entfremdung, trotz aller Effekte und Filter, eine organische Wa¨rme und ein Gefu¨hl von Geborgenheit erha¨lt. Raschelnde Raumanzu¨ge und seidenweiche Pyjamas ha¨ngen hier dicht beieinander. Sogar die Synth-Streicher klingen hier nicht kalt nach "Blade Runner" sondern wie heimelige Blockflo¨ten. Auf einigen der Stu¨cke herrscht fast Westernstimmung, ein "High Noon" am Ende aller Tage, als ha¨tten sich die Androiden mit der Akustikgitarre am Lagerfeuer versammelt, um die Menschheit zu verabschieden, die gerade am Horizont in ihren allerletzten Sonnenuntergang gleitet. Und sind wir nicht genau das: Lethargische Astronauten, die auf dem Raumschiff Erde ungeru¨hrt ins Dunkel driften, und uns nur in guten, inspirierten Momenten noch über das Wunder unserer Existenz in diesem endlosen Universum wundern?
"Devil's Diamond Memory Collection" ist der Soundtrack fu¨r ein Science-Fiction- Szenario, das nicht als fortschrittsoptimistische Utopie oder bombastische Endzeitvision daherkommt, sondern als geradezu beila¨ufige Erkenntnis, dass wir la¨ngst in unserer Zukunft angekommen sind. (Text: Presseinfo)

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