So lösen sich – wie bereits auf dem Vorgängeralbum "In die Nacht hinein" angelegt – Songstrukturen immer weiter auf. Übrig bleiben atmosphärische Skizzen, die auch ohne Text ihre psychedelische Wirkung entfalten. Zur Albummitte greift das Interlude "am meer" die Metaphorik des Anfangs auf und vertont die Monotonie der Südsee mit einem beschwipsten Drehorgelsound. Ein kleiner Soundtrack für das sanfte Wegdämmern am Strand.
Als Schlüsselstück erweist sich das um ein Gitarrenloop kreisende "skit". In dem türkischen Sprechgesang verstecken sich auch die leitenden Motive, die beim dritten Werk der Band ans Tageslicht drängen: Liebe, Sorge, Trost. Diese Gefühle werden nicht nur textlich zugelassen. Warme Luft wird auch durch ein Klangbild verströmt, das im letzten Drittel des Albums eine besondere Note erfährt. Mit der Trompete tritt Ruhe ein. Bis man plötzlich mit einem Meer an Emotionen konfrontiert und auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt wird.
Das neue Werk ist ein perfekter Reisebegleiter für die Dämmerung, wenn man voller Gedanken in den Himmel schaut und zwischen den Wolken die Sonne aufblitzen sieht. Ein Album, das gleichzeitig nahbar und geheimnisvoll wirkt. Und das einen festhält, wenn alles andere im Fluss ist. (Text: Presseinfo)

