"Primeln & Elefanten" ? das vierte Album von Keimzeit ? wurde am 18. April 1995 veröffentlicht. Das 30-jährige Album-Jubiläum feierte die Band mit einer ausgiebigen Tournee und wird dieser zum Beginn des Jahres 2026 noch eine Reihe von "Zugaben" in Form von weiteren Terminen bis April 2026 hinzufügen. Manchmal währt ein Jubiläum eben auch länger als ein Jahr.
16 Lieder wurden aufgenommen, 14 davon imAudiotonStudio in Berlin, die Songs "Windstill" und "Schone nicht meine Nerven" in einem weiterenStudio in Lütte. Produzent des Albums war MichaelBeckmann (Rainbirds). "Für uns war die Arbeitam Album paradiesisch.", erinnert sich Norbert Leisegang." Alles war erlaubt, niemand quatschteder Band rein." So wurde jede kreative Idee verfolgtund ausgelebt. Die Band perfektionierte ihrenStilmix zu einer durchweg stimmigen Reflexion von Zuneigung und Partnerschaft. Die Texte sind scharf beobachtet lebensnah und spielerisch im Tonfall,was durch die musikalische Mischung von Bluesund Chanson über Jazz und Folk bis zu Walzer- oderlateinamerikanischenElementen noch unterstrichen wird. Vielen Fans der Band gilt dieses Album gerade deshalb bis heute als Meisterwerk.
Den Stil der Gruppe von den späten 1980ern bis zur Mitte der 1990er hat Frontmann Norbert Leisegang nachträglich und durchaus launig als"Müsli-Pop" oder "geprägt vom Hippie-Feeling" bezeichnet. "Primeln& Elefanten" verdeutlicht recht gut, was er damit meint. Die Lieder sind eingängig und brennen sich fest, reißen mit und machen Spaß.Experimente mit südamerikanischer Rhythmik vom Vorgänger-Album"Bunte Scherben" werden im Titelsong"Primeln& Elefanten" fortgeführt, aber auch bluesige und rockige Sounds kommen zur Geltung.Beispiele hierfür sind Songs wie "Verlorengegangen".Aus dem Rahmen fallen definitiv Walzer- und Klezmer Klängewie bei "Schone nicht meine Nerven" unddem kryptischen "Die Achse". Mit dem Instrumentalstück "Lisa" steuerte der Saxofonist Ralf Benschu ein für Keimzeit eher seltenes Instrumentalstück bei.
Um das Album ranken sich jede Menge schräge Geschichten. Leisegang erinnert sich: "Ein für diePlattenfirma sicher hitzig diskutiertes Thema warder Videodreh zum Song "Windstill" mit der damaligsicher teuersten Videofirma DORO. Einer Firma diePlaylisten auf VIVA und MTV nahezu garantierte. Dummerweise war zum schon fixierten Zeitpunktdes Drehs fast die ganze Band im Urlaub, woraufhin Ralf Benschu und ich nach langem hin und her allein beim Dreh vorstellig wurden. Die Stimmung in derPlattenfirma war im Keller und auch das am Ostsee-Strand gedrehte atmosphärische Video konnteim Nachgang nicht die erwarteten Playlisten gewinnen."Die Band hingegen nahm das alles gelassen. Es war nicht wichtig?
Dieses wunderbare "Easy-Living-Gefühl" soll nunauch das Live-Programm der Konzerte prägen. Eswerden Songs wie das hintergründige "Windstill","Donauangler, "Näher mein Herz", "Primeln &Elefanten","Mit dem Regen" und "Gott will" ? alles Lieblingstitel der Keimzeit-Fans ? im Programm zu feiern sein. Dazu kommen weitere bekannte Songsder Band, die in Charakter und Stil zu den genanntenTiteln passen. So entsteht ein Konzertgebilde,das sicher nicht nur eingefleischte Keimzeit-Fans mit der Zunge schnalzen lässt.
"Primeln & Elefanten" lebt von vielfältigen und verspielten Liedern, die für die Band durchaus wegweisend waren. Es enthält jede Menge Songs, die die deutsche Rock- und Liedermacherszene geprägt haben und immer noch prägen. (Text: Presseinfo)

